06.11.2021

Norbert Radig – eine Gitarre, eine Stimme

Er ist seit über 40 Jahren als Musiker in Thüringen unterwegs und hat mit seiner Band Radig sechs CD’s veröffentlicht. Am Freitag wird er die Musik bei unserer Eröffnungsveranstaltung machen, live. Wir freuen uns schon sehr!

Ihre Musik wird bei uns im Programm mit »Geschichtenliedern« angekündigt. Was genau darf man sich darunter vorstellen?
Ich werde alleine auftreten. Das heißt eine Gitarre und eine Stimme. Und die Lieder, die ich spiele, erzählen eine kleine Geschichte aus dem Leben.

Das Rendez-vous beschäftigt sich mit Geschichtsvermittlung. Was denken Sie, können unsere Veranstaltungen vermitteln, und inwiefern kann Ihre Musik das auch?
Geschichte und Geschichten sind nicht soweit voneinander entfernt. Wir müssen uns für die Geschichte des anderen sensibilisieren. Wir müssen uns gegenseitig zuhören. So werden wir auch einander verstehen können.

Leere Säle, Publikum mit Masken,… – Wie ist es, als Musiker momentan aufzutreten?
Wir haben in diesem Jahr relativ viele Konzerte spielen können. Keine Säle, aber dafür sehr gut besuchte Open Air-Veranstaltungen. Es war großartig. Ich vermute, über die kalte Jahreszeit werden wir uns wieder bescheiden müssen.

Was denken Sie persönlich, wie kann Kultur momentan, im zweiten Corona-Winter, funktionieren?
Es hängt wohl viel von der Impfbereitschaft der Menschen ab. Es ist ja nicht nur Schutz der eigenen Gesundheit und der Gesundheit der anderen. Für mich ist es auch eine Frage von Solidarität mit der Gesellschaft. Keiner mag die vielen Einschränkungen in fast allen Bereichen des Lebens. Mit einer hohen Impfrate wird das weniger werden. Davon ist auch die Kultur abhängig.

Worauf freuen Sie sich besonders nächsten Freitag?
Neben der Tatsache, dass ich spielen kann, freue ich mich auf eine interessante Diskussion.