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Bei unserem in Deutschland einzigartigen Festival mitten in Weimar darf drei Tage lang auf mehr als 20 Podien hingehört und mitdiskutiert werden. Filme und Filmgespräche wollen ebenso zum Nachdenken anregen wie Konzerte oder Lesungen und unsere Gäste – Wissenschaftler:innen, Zeitzeugen Künstler:innen und Diplomat:innen – bringen Vergangenes lebhaft und persönlich in Erinnerung. Natürlich kostenlos. Ein besonderer Fokus des von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der Thüringer Staatskanzlei sowie der Stadt Weimar in diesem Jahr geförderten Geschichtsfestivals liegt auf der Vermittlung der Demokratiegeschichte in Deutschland und Europa.

Demokratie geht uns alle an. Dabei braucht es die Partizipation und den Gestaltungswillen eines jeden einzelnen Bürgers, einer jeden einzelnen Bürgerin, um Demokratie zu leben und sie stark in die Zukunft zu führen. Gleichzeitig sehen wir die Demokratie in Deutschland und in anderen Staaten als gefährdet an durch populistische Hassreden und ein schwindendes Demokratiebewusstsein in der Bevölkerung. Konsens ist, dass wir die Gegenwart nur leben und die Zukunft gestalten können, wenn wir die Ursprünge und den langen Weg unserer Demokratie kennen und wenn wir wissen, wie sie sich auch im europäischen sowie im internationalen Raum entwickelt hat. Die Orte, Plätze, Straßen und vor allem die Menschen, die Demokratie in Deutschland befördert haben, können und müssen im Zentrum der Demokratiegeschichte stehen.

Als bundesweit sichtbarer, lebendiger Ort der Demokratiegeschichte will das »Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte« Demokratie- und Diktaturgeschichte wissenschaftlich fundiert, offen und generationenübergreifend debattieren. Ein vielfältiges Festivalprogramm ermöglicht einen intensiven und kontinuierlichen Austausch, der für das gesellschaftliche Miteinander höchste Relevanz besitzt. Gleichzeitig bietet das Festival eine Netzwerk- und Weiterbildungsplattform für Geschichtsvermittler (z.B. aus Museen und Gedenkstätten) sowie die Möglichkeit, neueste Erkenntnisse an ein interessiertes, breitgefächertes Publikum zu kommunizieren und darüber in einen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft einzutreten.

Seit 2009 bringt das von Franka Günther gegründete, in Deutschland einzigartige Gesprächsformat interessierte Bürger:innen, Lehrer:innen, Geschichtsvermittler sowie Schüler:innen und Studierende mit nationalen und internationalen Expert:innen aus den Geschichts-, Politik-, Sozial- und Medienwissenschaften zusammen. Ein kulturelles (und manchmal kulinarisches) Rahmenprogramm sowie ein Festivalcafé sorgen für Abwechslung und echtes Festivalflair. Das höchst vielfältige, dreitägige Programm besteht aus Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Filmvorführungen und anderen (kulturellen) Elementen. Das jährliche Motto des Festivals wird von einem wissenschaftlichen Beirat festgelegt, um auf hohem intellektuellen und wissenschaftlichen Niveau den Dialog zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren zu befördern. Dabei ist das Rendez-vous kein Fachkongress oder eine wissenschaftliche Tagung, sondern für »jedermann« und kostenlos.

Mit der Ausrichtung des Festivals zu einem lebendigen Ort der Demokratiegeschichte wird – im Gegensatz zu Gedenkstätten, Mahnmalen oder Museen – ein fluider und gleichzeitig immer wiederkehrender Ort geschaffen, an dem sich Menschen jährlich treffen und austauschen. Die Lebendigkeit wird entsprechend bestimmt von den Diskussionen, die auf dem Festival geführt werden. Gerade in Weimar bündeln sich große Wegmarken der deutschen Demokratie- und Diktaturgeschichte wie an keinem anderen Ort. Beides ist aufs Engste miteinander verknüpft und im Stadtbild durch die Klassikstiftung bis hin zur Gedenkstätte Buchenwald und dem Haus der Weimarer Republik präsent. Das Weimarer Rendez-vous ist mit allen eng verbunden und schafft am Festivalwochenende ein institutionenübergreifendes Programm, den »Tag der Geschichte«.

Das Festival steht auf fünf Grundpfeilern:

  • Dialogforum: Das Festival ist auf den Dialog und Austausch der Besucherinnen und Besucher ausgerichtet, die sich nicht nur unterhalten lassen, sondern aktiv einbringen können. Es werden daher Räume geschaffen, in denen offene und zugleich in hohem Maße wertschätzende Gespräche möglich sind.

  • Historisch-politische Bildung: Das Festival trägt durch seine wissenschaftlich fundierten Inhalte und die Konzentration auf die Demokratiegeschichte sowie korrespondierende geistes- und sozialwissenschaftlichen Inhalte in erheblichem Maße dazu bei, die historisch-politische Bildung zu vertiefen und demokratische Erinnerungskulturen zu diskutieren. Wissenschaftliche Inhalte werden entsprechend in einer Form aufbereitet, die auch nicht-akademischen Kreisen Zugang bietet.

  • Internationalität: Die internationale Ausrichtung des Festivals ist integraler Bestandteil, denn erst das Einnehmen anderer Blickwinkel, z.B. auf die europäischen Nachbarn oder sogar auf außereuropäische Themen belebt Diskussionen, fördert Toleranz und Diversität – bei den Referent:innen wie auch den Besucher:innen.

  • Kostenfreies Festivalangebot

  • Vielfalt: Das Festival setzt sich aus verschiedenen inhaltlichen wie programmlichen Angeboten zusammen, die verschiedene Interessen bedienen, und ermöglicht auf diese Weise einen vielfältigen Dialog.