31.10.2026, 17.30 Uhr · Kulturzentrum mon ami · Podium
Fakten, Fiktion und Fakes: Wann geht künstlerische Freiheit im Design historischer Spiele zu weit?
(Apologies. This content is only available in German language.)
Auf dem Abschlusspodium des History Games Lab kommt die Perspektive von Entwicklerinnen und Entwicklern historischer Spiele zu Wort. Im Zentrum steht die Frage nach der richtigen Balance: Wie »authentisch« müssen historische Spiele sein? Wie eng müssen sie sich an Fakten und gesichertes historisches Wissen halten – und wie weit darf künstlerische und gestalterische Freiheit gehen?
Wir diskutieren über die Tiefe historischer Recherche für ein Game, über Fachberatung und die Kunst, Vergangenheit unterhaltsam, spannend und zeitgemäß aufzubereiten, ohne dabei an Glaubwürdigkeit und didaktischem Anspruch einzubüßen. Entwicklerinnen und Entwickler geben Einblicke, wie sie diesen Spagat meistern – und wo genau der Unterschied zwischen reinen Unterhaltungstiteln und Serious Games liegt.
Es diskutieren mit Ihnen und Euch:
+ Jonas André ist Lead Game Designer bei Playing History und für die Konzeption und Umsetzung zahlreicher einschlägiger Serious Games verantwortlich. Mit seinem interdisziplinären Hintergrund verbindet er Game Design, technische Entwicklung und User Experience. Zu seinen Projekten zählt unter anderem das mit dem Deutschen Computerspielpreis 2024 ausgezeichnete »Friedrich Ebert – Der Weg zur Demokratie«.
+ Dr. Lukas Boch hat über das Mittelalter im modernen Brettspiel promoviert und ist am Lab for Analog Games and Imaginative Play der Universität Bonn für den Bereich der modernen Brettspiele zuständig. Zusammen mit Anna Klara Falke hat er das Projekt Boardgame Historian gegründet, das sich wissenschaftliche mit der Darstellung von Gesellschaft und Geschichte in analogen Spielen beschäftigt. Das Projekt hat einen Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel von Museen und modernen analogen Spielen.
+ Britt Omnitz ist Historikerin und seit neun Jahren im Bereich Public History tätig. Sie ist Mitgründerin des am Startup Incubator Berlin entstehenden Studios past interactions, das sich auf das Erzählen kaum bekannter Geschichte(n) anhand von Games und weiteren digitalen Formaten spezialisiert hat.
+ Dr. Mathias Herrmann ist Historiker und Geschichtsdidaktiker an der TU Dresden. Er arbeitet unter anderem zum Einsatz analoger und digitaler Spiele im Geschichtsunterricht und zu Geschichtsbildern in der Populärkultur.
Moderation: Thilo Eisermann arbeitet seit 2021 für Spawnpoint – Institut für Spiel und Medienkultur. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Storytelling, Game Design und Games-Geschichte. In seiner Dissertation zu Retro Games erforscht er, wie Gamer:innen von heute ihre eigene Kulturgeschichte reflektieren. Nebenbei ist er als Autor und Game Designer für das weltgrößte Mittelalter-Live-Rollenspiel tätig.
In Kooperation mit dem Spawnpoint-Institut für Spiel- und Medienkultur e.V., der Bundeszentrale für politische Bildung und der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung.