01.11.2026, 17.00 Uhr · Kulturzentrum mon ami · Lecture
„FAKE NEWS!“ – Über die Demokratie in Amerika und die Welt des Donald Trump
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Vortrag mit Gespräch
Mit dem Amtsantritt des 45. Präsidenten der USA wurde 2017 ein neuer Begriff geprägt: alternative Fakten. Damit kennzeichnete die Administration unter Donald Trump von Beginn an ihr eigentümliches Verhältnis Ereignissen, Tatsachen und Ansichten, die nicht in das gewünschte Narrativ passten und die deshalb durch eine eigene Welt, in der eben alternative Fakten galten, ersetzt wurden.
Im Januar 2025 ist Trump als 47. Präsident in das Weiße Haus zurückgekehrt. Sein Weg dahin war begleitet von notorischem Lügen, Halbwahrheiten und der Gründung seines eigenen Kurznachrichtendienstes »Truth Social«. In seiner zweiten Amtszeit ist der kreative Umgang der Trump-Administration mit Tatsachen und wissenschaftlich begründetem Wissen verschärft fortgesetzt worden, was sich auch in Angriffen auf Forschung, Universitäten und Medien, in der Energie- und Klimapolitik und bei Impfungen niederschlägt. Welche Rolle spielen Wahrheit und ihre Verdrehung heute in der amerikanischen Politik? Ist dies aus der Geschichte der USA historisch herzuleiten, oder ist dies weitgehend neu?
Kurz vor den Midterm Elections und dem Beginn der zweiten Halbzeit der zweiten Trump-Administration schauen wir auf den Zustand der ältesten Demokratie der Welt, und ob sie dem Ansturm von Lüge und Unwahrheit standhält.
Vortrag: Prof. Dr. Michael Dreyer ist Professor für politische Theorie und Ideengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Neben seiner Forschung zur Weimarer Republik, für die er in Weimar besonders bekannt ist, gehört seit mehrjährigen Forschungsaufenthalten an der Harvard und Northwestern University auch die Geschichte und Innenpolitik der USA zu seinem Arbeitsgebiet.
Moderation: Dr. Andreas Braune ist wissenschaftlicher Leiter des Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte und war vor einiger Zeit Promovend bei Michael Dreyer.