18.03.2026

Wir feiern den Tag der Demokratiegeschichte!

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Heute feiern wir den Tag der Demokratiegeschichte. Zu diesem Anlass veröffentlichen wir unsere 10. Podcast-Folge zu »Revolution und Exil: Die 1848er in Deutschland und Amerika«. Reihören lohnt sich!

Eine war eine Matinee der besonderen Art: engagiert, literarisch, musikalisch, lehrreich, unterhaltsam.

Am 02. November 2025 hatten wir im Rahmen unseres Festivals die Bestsellerautoren Tanja Kinkel und Jörg Bong zu Gast. Beide haben in ihren jüngsten Werken und Projekten die Revolution von 1848 und die vielen spannenden Geschichten, die sie erzählt, für sich entdeckt. Warum werden gründlich recherchierte historische Romane und (digitale) publizistische Projekte als Bausteine einer demokratischen Erinnerungskultur immer wichtiger? Darüber kamen wir ins Gespräch, und natürlich auch über »1848« selbst.

Denn auch wenn sie scheiterten: Die Revolution von 1848/​49 und die Nationalversammlung und Verfassung der Paulskirche waren der wichtigste Schritt hin zur Einheit in Freiheit für Deutschland im 19. Jahrhundert. Viele ihrer internationalen Bezüge sind heute aber wenig bekannt: etwa, dass viele der demokratisch Engagierten nach dem Scheitern der Revolution Deutschland verließen. Skandinavien, die Schweiz und Frankreich waren naheliegende Ziele, das wichtigste aber waren die USA, wo viele der »48ers« eine zweite Karriere in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft machten. Demokratiegeschichte ist also sehr oft auch Migrationsgeschichte, und umgekehrt.

Musik:
Für musikalische Begleitung unserer revolutionär-literarischen Matinee sorgten Michael Zacchcial, Sänger der »Grenzgänger«, und der Akkordeon-Virtuose Felix Kroll. Gemeinsam gaben sie beeindruckende Revolutions- und Emigrantenlieder aus dem 19. Jahrhundert zum Besten – abgerundet durch eine ganz besondere Interpretation der Ode an die Freude.

Unsere Gäste:

  • Tanja Kinkel ist eine der erfolgreichsten Autorin historischer Romane in Deutschland. In ihrem jüngsten Buch »Im Wind der Freiheit« erweckt sie historische Figuren von 1848 wie Louise Otto, Amalie Struve oder Robert Blum zu literarischem Leben. Aus weiblicher Perspektive erzählt, liegt auch hier ein selten gewagter Blick auf die Revolution an, nämlich der der Frauen.
  • Dr. Jörg Bong ist Publizist, Verleger, Herausgeber und Vielen vielleicht eher als »Jean-Luc Bannalec« und Autor der Bretagne-Krimis mit Kommissar Georges Dupin bekannt. Als Sachbuchautor machte er seinen echten Namen etwa mit dem Spiegel-Bestseller »Die Flamme der Freiheit. Die deutsche Revolution 1848/​​1849« bekannt. Anfang 2025 ging sein online-Projekt demokratisches-deutschland.de als »Archiv der deutschen Demokratinnen und Demokraten« ans Netz.

Moderation:
Dr. Kai-Michael Sprenger ist Direktor der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, mit der wir die Veranstaltung gemeinsam organisiert haben.