12.11.2021, 14.00 Uhr · Buchenwaldplatz Weimar · Event

Temporäre Verhüllung Ernst-Thälmann-Denkmal Weimar

Ernst Thälmann war für die DDR-Führung zweifelsfrei ein Held. Und so weihte die Stadt Weimar am 17. August 1958 auf dem erst wenige Jahre zuvor umbenannten »Platz der 56.000« das erste Thälmann-Denkmal der DDR ein. Hier sollte der unzähligen Opfer des nationalsozialistischen Terrors gedacht und der in Buchenwald ermordete kommunistische Arbeiterführer geehrt werden. Den heutigen »Buchenwaldplatz« ziert das seit 1958 unveränderte Thälmann-Denkmal noch immer. Besucherinnen und Besucher der Stadt Weimar wundern sich zuweilen darüber, immer wieder kommt es zu Anfragen an die Stadtverwaltung.

Der Weimarer Republik e.V.und die Gesellschaft zur Erforschung der Demokratiegeschichte widmen sich im Rahmen des Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte diesem Denkmal. Die Historiker Christian Faludi und Stephan Zänker möchten eine öffentliche Diskussion darüber anstoßen, wie mit dem Ensemble aus DDR-Zeiten heute angemessen umgegangen werden kann. Dabei geht es ihnen keineswegs um Denkmalstürmerei, sondern vielmehr um notwendige Erläuterungen – zur Biografie Ernst Thälmanns und zur Geschichte des Denkmals. Aus Gesprächen wissen sie, dass das Thälmann-Bild vieler Menschen immer noch von den Mythen der DDR-Geschichtspolitik geprägt wird. Es ist daher notwendig, sich mit der Biografie des einstigen Vorsitzenden der KPD näher zu beschäftigen.

Um dieses Anliegen symbolisch und künstlerisch zu unterstreichen, wird das Thälmann-Denkmal temporär mit Stoff verhüllt: von Freitag, dem 12. November, bis Montag, den 15. November. Die Verhüllung findet statt in Abstimmung mit der Stadt Weimar und den Denkmalschutzbehörden.