Tage der Geschichte

31.10.2022, 11.00 Uhr · Hauptbahnhof Weimar · Führung

Verdrängte Erinnerungsorte? – Erbe der NS-Industrialisierung in Weimar

Eine Veranstaltung des Internationalen Heritage-Zentrums der Bauhaus-Universität Weimar

Spaziergang mit Fridtjof Florian Dossin, Bauhaus-Universität Weimar
Dauer 60 Min., Treffpunkt: Hauptbahnhof Weimar

Weimar als Erinnerungsort war von beispielloser symbolischer Bedeutung im Nationalsozialismus. Doch neben der Aneignung der Weimarer Kulturgeschichte für das menschenfeindliche System des Nationalsozialismus und die Überführung in ein »Neues Weimar«, wurde Weimar als Gauhauptstadt zu einem zentralen Standort für Industrie und Handel ausgebaut.

Bis heute bestehen zahlreiche Zeugnisse dieser Entwicklung, jedoch wird an den wenigsten Stellen an diesen Teil der Geschichte erinnert – kein Wunder, sind doch viele der Strukturen Teil der Wirtschaftsgeschichte dieser Stadt. Manche Zeugnisse wurden unwiederbringlich getilgt – und damit auch die Geschichte derjenigen, die aus den Stamm- und Außenlagern kommend zur häufig vernichtenden Arbeit an diesen Stätten gezwungen wurden.

Unser Rundgang führt vom Bahnhof ausgehend zu ausgewählten Orten der Verbrechen, die die landwirtschaftliche und industrielle Kriegsvorbereitung in den Weimarer Stadtraum eingeschrieben hat.