14.11.2021, 14.00 Uhr · Eckermann Buchhandlung · Podium

Gewalt und Helden. Eine Annäherung

Krieg und Gewalt sind die wohl langlebigste Konstante (europäischer) Heldenvorstellungen. Soldaten, die im Gefecht sterben oder sich im Kampf besonders hervorgetan haben, werden seit Jahrtausenden als Helden verehrt. Unzählige Denkmäler wurden den gefallenen Toten des Schlachtfeldes erbaut, Kränze vor ihnen niedergelegt. Der Nationalsozialismus trieb den der Heldenkult mit mythischer Verklärung auf die Spitze, um der Sinnlosigkeit des Krieges zu begegnen.

Was hat es mit der engen Verbindung von Gewalt und Heldentum auf sich? Welche Funktion erfüllen Soldatenhelden – einst und heute? Sprechen wir von einem deutschen Phänomen oder wird in Frankreich, Europa oder weltweit ganz ähnlich gedacht? Der Literatur- und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma (Hamburg), die Historikerin Dr. Sabine Behrenbeck (Köln) und der französische Historiker Prof. Dr. Johann Chapoutot (Paris) diskutieren diese Fragen mit dem Moderator und Historiker Prof. Dr. Paul Nolte (Berlin).