13.11.2021, 10.00 Uhr · Veranstaltung für Kinder

Ritter & Co – ein Held:innen-Workshop für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren

Was ist ein Held, eine Heldin? Feuerwehrleute, Spiderman, Pippi Langstrumpf – welche Held:innen kennen wir? Wie können auch Kinder sich heldenhaft verhalten? Dies wollen wir in einem interaktiven Vortrag und anschließendem Workshop mit Kindern im Alter von 5 bis 10 Jahren thematisieren.

An verschiedenen Stationen können sich die Kinder aschließend spielerisch mit dem Heldenhaften auseinandersetzen und auch selbst allerlei Heldisches herstellen. Auch eine Schmink-Aktion ist geplant. Der Workshop wird angeleitet von Studierenden des Studiengangs Kindheitspädagogik der FH Erfurt.

Erwachsene Begleitpersonen sind herzlich willkommen. Für ausreichend Kaffee und Getränke ist gesorgt. Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl bitten wir um Anmeldung bis 05.11.2021 unter redaktion@weimarer-rendezvous.de

Tag der Geschichte

13.11.2021, 15.00 Uhr · Landesarchiv Thüringen – Hauptstaatsarchiv Weimar · Führung

Schaufenster der Geschichte – Archivführung zur Fassadengestaltung des Magazingebäudes (2)

Im Zuge der Sanierung des Marstallkomplexes wurde die Entscheidung getroffen, im Bereich Marstallstraße sowie im Innenhof die im Archiv aufbewahrten Schätze sowie deren Bedeutung zu visualisieren. Der nach einem Wettbewerb ausgewählte Entwurf der Gestalterin Anja Brochwitz unterstreicht mit Farbverlauf des Spektrums an Themengebieten und Inhalten, welche das Hauptstaatsarchiv Weimar zur Nutzung bietet. Obwohl sich die Textinhalte auf Schlagworte beschränken, veranschaulicht dies in ihrer Vielfalt die große Zahl der im Archiv verwahrten Schätze.

Damit lässt sich auch die Brücke zu »Helden (m/​w/​d)« schlagen. Aus der Kombination von Farben, Dokumenten und Texten ergibt sich zudem ein abwechslungsreiches sowie informatives Gestaltungskonzept, das sich angesichts der Vielfalt des Archivguts in seiner Reihung mühelos erweitern ließe. Mit der Gestaltung der Rundbögen bieten sich zusätzlich Impressionen von historischen und zeitgemäßen Formen der Aufbewahrung und Sicherung historischer Quellen.

Während die Fassadenbesichtigung in der Marstallstraße ohne Einschränkungen möglich ist, soll mit der Führung auch ein Blick auf die Objekte im Bereich des sonst nicht frei zugänglichen nördlichen Innenhofes geboten werden.

Treffpunkt: Hoftor gegenüber dem Schloß


Gemeinsam mit vielen geschichtsvermittelnden Institutionen Weimars machen wir am Festival-Samstag Vergangenheit sichtbar. Sie alle öffnen ihre Pforten und zeigen vielfältige Geschichten, die sich (nicht nur) hinter ihren Fassaden verbergen.

Wir laden Sie herzlich, altbekannte Orte neu zu entdecken! Unser »Tag der Geschichte« macht sie für Sie erlebbar.

Unsere Partner sind:
Partner zum »Tag der Geschichte«: Stiftung Ettersberg, EJBW, Stadtarchiv, Lernort Weimar, Decolonize Weimar, Weimarer Republik, Klassik Stiftung Weimar

Tag der Geschichte

13.11.2021, 14.00 Uhr · Landesarchiv Thüringen – Hauptstaatsarchiv Weimar · Führung

Schaufenster der Geschichte – Archivführung zur Fassadengestaltung des Magazingebäudes

Im Zuge der Sanierung des Marstallkomplexes wurde die Entscheidung getroffen, im Bereich Marstallstraße sowie im Innenhof die im Archiv aufbewahrten Schätze sowie deren Bedeutung zu visualisieren. Der nach einem Wettbewerb ausgewählte Entwurf der Gestalterin Anja Brochwitz unterstreicht mit Farbverlauf des Spektrums an Themengebieten und Inhalten, welche das Hauptstaatsarchiv Weimar zur Nutzung bietet. Obwohl sich die Textinhalte auf Schlagworte beschränken, veranschaulicht dies in ihrer Vielfalt die große Zahl der im Archiv verwahrten Schätze.

Damit lässt sich auch die Brücke zu »Helden (m/​w/​d)« schlagen. Aus der Kombination von Farben, Dokumenten und Texten ergibt sich zudem ein abwechslungsreiches sowie informatives Gestaltungskonzept, das sich angesichts der Vielfalt des Archivguts in seiner Reihung mühelos erweitern ließe. Mit der Gestaltung der Rundbögen bieten sich zusätzlich Impressionen von historischen und zeitgemäßen Formen der Aufbewahrung und Sicherung historischer Quellen.

Während die Fassadenbesichtigung in der Marstallstraße ohne Einschränkungen möglich ist, soll mit der Führung auch ein Blick auf die Objekte im Bereich des sonst nicht frei zugänglichen nördlichen Innenhofes geboten werden.

Treffpunkt: Hoftor gegenüber dem Schloß


Gemeinsam mit vielen geschichtsvermittelnden Institutionen Weimars machen wir am Festival-Samstag Vergangenheit sichtbar. Sie alle öffnen ihre Pforten und zeigen vielfältige Geschichten, die sich (nicht nur) hinter ihren Fassaden verbergen.

Wir laden Sie herzlich, altbekannte Orte neu zu entdecken! Unser »Tag der Geschichte« macht sie für Sie erlebbar.

Unsere Partner sind:
Partner zum »Tag der Geschichte«: Stiftung Ettersberg, EJBW, Stadtarchiv, Lernort Weimar, Decolonize Weimar, Weimarer Republik, Klassik Stiftung Weimar

14.11.2021, 15.00 Uhr · Bürgerzentrum / Mehrgenerationenhaus Weimar-West · Gespräch

Erzählcafé »Die eigene Geschichte« (2)

Wo waren Sie am 10. November 1989?

Ein Tag nach dem Fall der Mauer war nichts mehr, wie es vorher war. Wo waren Sie an diesem Tag?

Erzählen Sie uns Ihre eigene Geschichte um den Mauerfall und die Zeit danach und teilen Sie sie mit den Anwesenden in lockerer Atmosphäre. Wir werden zuhören und gemeinsam darüber sprechen. Mit Ihnen!

Wir laden Sie ganz herzlich zum Erzählcafé »Die eigene Geschichte« im Rahmen des Festivals ein!

Es finden zwei Veranstaltungen am Sonntag, den 14. November 2021, statt:

11 Uhr Kulturzentrum mon ami, Goetheplatz 11
Moderation: noch offen

15 Uhr Bürgerzentrum/​Mehrgenerationenhaus Weimar West, Prager Straße 5
Moderation: Dr. Peter Wurschi (Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) und Frank König (EJBW)

Der Eintritt ist frei.
Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt!

Partnerlogos Erzählcafé

14.11.2021, 11.00 Uhr · Kulturzentrum mon ami · Gespräch

Erzählcafé »Die eigene Geschichte«

Wo waren Sie am 10. November 1989?

Ein Tag nach dem Fall der Mauer war nichts mehr, wie es vorher war. Wo waren Sie an diesem Tag?

Erzählen Sie uns Ihre eigene Geschichte um den Mauerfall und die Zeit danach und teilen Sie sie mit den Anwesenden in lockerer Atmosphäre. Wir werden zuhören und gemeinsam darüber sprechen. Mit Ihnen!

Wir laden Sie ganz herzlich zum Erzählcafé »Die eigene Geschichte« im Rahmen des Festivals ein! Der Eintritt ist frei. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt!

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, bitte informieren Sie sich jedoch im Vorfeld an dieser Stelle über die geltenden Hygieneauflagen.

Es finden zwei Veranstaltungen am Sonntag, den 14. November 2021, statt:

11 Uhr Kulturzentrum mon ami, Goetheplatz 11
Moderation: noch offen

15 Uhr Bürgerzentrum/​Mehrgenerationenhaus Weimar West, Prager Straße 5
Moderation: Peter Wurschi (Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) und Frank König (EJBW)

Partnerlogos Erzählcafé

14.11.2021, 10.00 Uhr · Eckermann Buchhandlung · Podium

Weimar und seine Kulturheroen. Vermächtnis, Identität, Marketing?

Goethe, Schiller, Herder, Wieland, Gropius, Liszt, Nietzsche, van der Rohe – sie alle können mit Fug und Recht als Kulturheroen nationaler Größe bezeichnet werden. Und obschon sie unterschiedlichen Epochen und Sparten angehören, eint sie etwas: Ihre enge Verbundenheit mit Weimar ist auch heute noch im Stadtbild omnipräsent. Viele Straßen und Gassen »atmen« geradezu die einstige Existenz der Genies. Institutionen wie die Klassik-Stiftung sind bemüht, deren Erbe zu konservieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Und seit spätestens 1999 steht es auch offiziell fest: Weimar ist eine Kulturstadt. Aber ist das alles wahre Identität oder vielleicht doch bloß Stadtmarketing?

Über den Umgang mit dem Erbe der nationalen Kulturheroen sprechen der Oberbürgermeister der Stadt Weimar, Peter Kleine, der Historiker und Präsident der Bauhaus-Universität, Prof. Dr. Winfried Speitkamp, die Leiterin des Bauhaus-Museums in der Klassik-Stiftung, Dr. Ulrike Bestgen, mit der Moderatorin Gerlinde Sommer (stellvertretende Chefredakteurin der TLZ).

14.11.2021, 16.00 Uhr · Kommunales Kino mon ami · Filmvorführung

Silaczki – Frauen der ersten Stunde

Kämpferinnen, Patriotinnen, Aktivistinnen, Soldatinnen und Suffragetten – sie alle kommen in dem Film zu Wort und sprechen über ihren langjährigen Kampf für die Angelegenheiten ihrer Genossinnen. Sie engagierten sich so, wie sie 1911 während eines Marsches in Kraków skandierten: »Diese Rechte bekommen wir nicht geschenkt! Sie müssen im Kampf erworben werden!«

SILACZKI ist der erste polnische Film über Suffragetten. Immer wieder mussten sie sich sagen lassen, es sei nicht die richtige Zeit, für die Rechte der Frauen zu kämpfen. Aber sie wollten kein freies, unabhängiges Polen ohne freie, unabhängige Frauen.

Mit einer Filmeinführung von Bernd Karwen (Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig)

PL 2018, 70 min, FSK o. A., OmU
R: Marta Dzido, Piotr Śliwowski
D: Maria Seweryn, Klara Bielawka, Marta Kondraciuk

Dieser Film findet in Kooperation mit dem Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig statt.

14.11.2021, 13.00 Uhr · Kommunales Kino mon ami · Filmvorführung

Fräulein Schmetterling

Ein poetisches Alltagsmärchen über die Sehnsucht nach persönlicher Entfaltung: Die 17–jährige Helene Raupe lebt mit ihrer sechsjährigen Schwester Asta in einem Altbauviertel in Berlin. Nach dem Tod ihres Vaters müssen sich die Mädchen gegen eine egoistische Tante und eine strikte Jugendfürsorgerin behaupten. Helene soll u.a. in einem Fischladen arbeiten, träumt aber von einer Karriere als Mannequin oder Stewardess. Der im Zuge des 11. Plenums des Zentralkomitees der SED 1965 verbotene DEFA-Spielfilm FRÄULEIN SCHMETTERLING liegt nach einer Rekonstruktion 2019/​20 nun erstmals als endmontierter Film vor. Nach einem Drehbuch von Christa und Gerhard Wolf.

Filmeinführung durch Dr. Nora Hilgert (Festivalleitung/​Filmhistorikerin).

DDR 1965/​66, 68 min, FSK o. A.
R: Kurt Barthel
D: Melania Jakubisková, Christina Heiser

13.11.2021, 19.00 Uhr · Kommunales Kino mon ami · Filmvorführung

Grenzland

Andreas Voigt begibt sich in seinem neuen Film auf eine Reise entlang der Oder und der Neiße, direkt an der deutsch-polnischen Grenze. Der aus Eisleben stammende Filmemacher trifft dabei auf Menschen, ihre unterschiedlichen Lebensgeschichten und auf wunderschöne Landschaften. Auf der einen Seite Niederschlesien, wo Polen, Deutschland und Tschechien aufeinandertreffen, auf der anderen Seite das Stettiner Haff und dazwischen das flache Land an der Oder. Mit seiner Reise im Grenzland knüpft Andreas Voigt thematisch an seinen Film »Grenzland – Eine Reise« von 1992 an. Ausgezeichnet mit dem Special Price des Neisse Film Festivals 2021.

Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit dem Regisseur Andreas Voigt (Uckermark) und Edgar Hartung (Kino mon ami Weimar) statt.

D, 2020, 100 min, OmU, FSK o. A.
R: Andreas Voigt

13.11.2021, 17.00 Uhr · Kommunales Kino mon ami · Filmvorführung

Courage

Im Zuge der Präsidentschaftswahlen in Belarus im Sommer 2020 geraten drei Schauspieler:innen des »Belarus Free Theatre« aus Minsk in den Sog der Massenproteste, der sie auf die Straße zieht, um lautstark für freie Meinungsäußerung und den langersehnten Machtwechsel zu demonstrieren. Doch ihr friedlicher Protest wird vom Sicherheitsapparat des Regimes brutal niedergeschlagen. Mitglieder der Theatergruppe und viele andere Menschen werden verhaftet. Das Land steht am Rande eines Bürgerkriegs.

Anmerkung: Pavel und Denis wurden Anfang 2021 kurzzeitig verhaftet und emigrierten nach ihrer Freilassung in die Ukraine. Im Zuge der Flugzeugentführung und der Festnahme des oppositionellen Bloggers Roman Protassewitsch entschied sich auch Maryna, zusammen mit ihrer Familie das Land zu verlassen.

D 2021, 90 min, FSK o. A., OmU
R: Aliaksei Paluyan

13.11.2021, 13.00 Uhr · Kommunales Kino mon ami · Filmvorführung

Jeanne D'Arc

Frankreich, 1430: Jeanne d’Arc, die schon als Kind das Leid ihrer Landsleute nicht ertragen konnte, ist zur Jugendlichen herangewachsen. Die Menschen glauben, dass sie mit göttlichen Eingebungen gesegnet ist und das Land aus der Misere führen wird. Doch bald fällt die vormals als Retterin Frankreichs gefeierte Heldin Jeanne in Ungnade. Als ihre Armee die Schlacht von Compiègne verliert, wenden sich immer mehr Getreue von ihr ab und die junge Frau wird zum Opfer von Intrigen und übler Nachrede. Schließlich wird sie gefangen genommen, vor das Kirchengericht gestellt und als Ketzerin verurteilt. Der Film wurde in Cannes 2019 mit dem Prix Un Certain Regard – Special Mention ausgezeichnet!

Der Film wird eingeführt von Prof. Dr. Johann Chapoutot (Sorbonne Paris).

F 2019, 138 min, FSK o. A., OmU,
R: Bruno Dumont
D: Lisa Leplat Prudhomme, Fabrice Luchini

12.11.2021, 20.00 Uhr · Kommunales Kino mon ami · Filmvorführung

Suffragette

Über 50 Jahre kämpften Großbritanniens Frauen für ihr Wahlrecht, ohne Erfolg. Als nach einer vielversprechenden Anhörung 1912 das Parlament dennoch keinen Anlass für eine Wahlrechtsreform sieht, radikalisieren sich Teile der Frauenbewegung um Emmeline Pankhurst unter dem Motto: »Taten statt Worte«. Sie werfen Schaufenster ein und zünden Bomben, allerdings nur gegen Dinge, nicht gegen Menschen. Die Suffragetten nennen sich ›Fußsoldaten‹ und ›Agitatorinnen‹. Doch der Preis, den sie als Mutter und Ehefrau dafür zahlen, ist hoch. Fesselnd wie ein Thriller erzählt »Suffragette« die spannende und inspirierende Geschichte des herzzerreißenden Kampfs um Würde und Selbstbestimmung.

Waren die Suffragetten Heldinnen? Dies fragen Prof. Dr. Gisela Mettele (Universität Jena) und Dr. Jens Riederer (Stadtarchiv Weimar) in einem anschließenden Filmgespräch mit dem Publikum.

GB 2015, 107 min, FSK 12
R: Sarah Gavron
D: Carey Mulligan, Meryl Streep, Helena Bonham Carter

11.11.2021, 19.00 Uhr · Kommunales Kino mon ami · Filmvorführung

Helden wie wir

Mit der ihm eigenen Mischung aus Größenwahn und Naivität ist Thomas Brussigs Romanheld Klaus Uhltzscht, ein kleiner Mitarbeiter im Ministerium für Staatssicherheit der DDR, der festen Überzeugung, den Sturz der Mauer ganz allein bewirkt zu haben. »Helden wie wir« ist ein satirischer Blick auf das untergegangene Land DDR, unter Verwendung zahlreicher Aufnahmen aus DDR-Filmen, Trickszenen und anderer filmischen Extravaganzen.,

D 1999, 93 min, FSK o. A.

R: Sebastian Peterson
D: Daniel Borgwardt, Adrian Heidenreich, Udo Kroschwald

15.11.2021, 10.00 Uhr · Stadtbücherei · Veranstaltung für Kinder

Theaterstück für Grundschüler:innen im Rahmen des »Weimarer Buchlöwe« (2. Veranstaltung)

Wie der Zufall will, widmet sich der Schreibwettbewerb »Weimarer Buchlöwe« in diesem Jahr dem Thema »Wir sind Helden! Lustige Geschichten von mutigen Mädchen und Jungen«. Alle Kinder im Grundschulalter sind eingeladen, eigene Geschichten zu verfassen und bis zum Ende der Winterferien an die Stadtbücherei Weimar zu senden. Die besten Beiträge werden von einer Jury prämiert und anschließend im Blog des Weimarer Rendez-vous veröffentlicht.

Im Vorfeld unseres Festivals plant die Stadtbibliothek in ihren Räumlichkeiten zudem eine kleine Begleitausstellung zum Thema »Helden« mit Medien zum Entleihen für alle Altersgruppen.

Am Freitag, den 12. November, und am Montag, den 15. November, wird ein Theaterstück mit dem frechen Helden Till Eulenspiegel für Schulklassen in den Räumen der Bibliothek aufgeführt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Stadtbibliothek Weimar.

12.11.2021, 10.00 Uhr · Stadtbücherei · Veranstaltung für Kinder

Theaterstück für Grundschüler:innen im Rahmen des »Weimarer Buchlöwe«

Wie der Zufall will, widmet sich der Schreibwettbewerb »Weimarer Buchlöwe« in diesem Jahr dem Thema »Wir sind Helden! Lustige Geschichten von mutigen Mädchen und Jungen«. Alle Kinder im Grundschulalter sind eingeladen, eigene Geschichten zu verfassen und bis zum Ende der Winterferien an die Stadtbücherei Weimar zu senden. Die besten Beiträge werden von einer Jury prämiert und anschließend im Blog des Weimarer Rendez-vous veröffentlicht.

Im Vorfeld unseres Festivals plant die Stadtbibliothek in ihren Räumlichkeiten zudem eine kleine Begleitausstellung zum Thema »Helden« mit Medien zum Entleihen für alle Altersgruppen.

Am Freitag, den 12. November, und am Montag, den 15. November, wird ein Theaterstück mit dem frechen Helden Till Eulenspiegel für Schulklassen in den Räumen der Bibliothek aufgeführt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Stadtbibliothek Weimar.

14.11.2021, 17.00 Uhr · Musikschule »Johann Nepomuk Hummel« · Podium

»Nichts ist so unsichtbar wie ein Denkmal [von Ernst Thälmann]«. Denkanstöße zu einem Weimarer Ort

Ernst Thälmann war für die DDR-Führung zweifelsfrei ein Held. Und so weihte die Stadt Weimar am 17. August 1958 auf dem erst wenige Jahre zuvor umbenannten »Platz der 56.000« das erste Thälmann-Denkmal der DDR ein. Hier sollte der unzähligen Opfer des nationalsozialistischen Terrors gedacht und der in Buchenwald ermordete kommunistische Arbeiterführer geehrt werden.

Den heutigen »Buchenwaldplatz« ziert das seit 1958 unveränderte Thälmann-Denkmal noch immer. Sind Statue und Anlage trotz ihrer Präsenz mittlerweile in Vergessenheit geraten? Von erinnerungskulturellen Initiativen aus der Mitte der Zivilgesellschaft bleibt beides nahezu unberührt. Demgegenüber griffen hier zuletzt Inbesitznahmen Raum, die beispielsweise aus den Reihen selbsternannter Querdenker gesteuert worden sind.

Der Publizist Armin Fuhrer (Düsseldorf), der Historiker Dr. Christian Faludi (Weimar/​Jena) und N.N. wollen gemeinsam mit dem Moderator Sergej Lochthofen (Erfurt) darüber diskutieren, wie unsere demokratische Gesellschaft mit der Geschichte des Ortes und seinem kulturellen Erbe umgehen muss.

Die Veranstaltung findet im Coudraysaal der Musikschule statt. Sie ist eine Kooperation mit der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratiegeschichte und dem Weimarer Republik e.V.

13.11.2021, 15.00 Uhr · Notenbank · Podium

Vor 80 Jahren: Die Erinnerung an den deutschen Überfall auf die Sowjetunion in Belarus heute

Mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren begann ein verheerender Krieg, der sich insbesondere gegen die Zivilbevölkerung richtete. Auf dem Gebiet des heutigen Belarus waren besonders viele Opfer zu beklagen: Kriegsgefangene wurden in provisorischen Lagern auf offenem Feld festgehalten und dem Hungertod preisgegeben. Zehntausende wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt, die jüdische Bevölkerung ghettoisiert und ermordet, Dörfer und Städte zerstört.

Wie wird in Belarus heute an diese Geschichte(n) der Verheerung erinnert: in der Öffentlichkeit, in der populären Erinnerungskultur, in der politischen Inszenierung – aber auch in den Familien und im Privaten? Die Historikerin Dr. Iryna Kashtalian hat über Jahrzehnte ein »Archiv mündlicher Geschichte« in Belarus aufgebaut.

Mit Dr. Julia Landau (Gedenkstätte Buchenwald, angefragt) spricht sie über die vielfältigen Formen der Erinnerungskultur in Belarus.

14.11.2021, 14.00 Uhr · Eckermann Buchhandlung · Podium

Gewalt und Helden. Eine Annäherung

Krieg und Gewalt sind die wohl langlebigste Konstante (europäischer) Heldenvorstellungen. Soldaten, die im Gefecht sterben oder sich im Kampf besonders hervorgetan haben, werden seit Jahrtausenden als Helden verehrt. Unzählige Denkmäler wurden den gefallenen Toten des Schlachtfeldes erbaut, Kränze vor ihnen niedergelegt. Der Nationalsozialismus trieb den der Heldenkult mit mythischer Verklärung auf die Spitze, um der Sinnlosigkeit des Krieges zu begegnen.

Was hat es mit der engen Verbindung von Gewalt und Heldentum auf sich? Welche Funktion erfüllen Soldatenhelden – einst und heute? Sprechen wir von einem deutschen Phänomen oder wird in Frankreich, Europa oder weltweit ganz ähnlich gedacht? Der Literatur- und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma (Hamburg), die Historikerin Dr. Sabine Behrenbeck (Köln) und der französische Historiker Prof. Dr. Johann Chapoutot (Paris) diskutieren diese Fragen mit dem Moderator und Historiker Prof. Dr. Paul Nolte (Berlin).

14.11.2021, 17.00 Uhr · Notenbank · Podium

Vor den »Heldinnen« kamen die anderen – Erinnerungen an vergessene Autorinnen der frühen SBZ/​DDR

Alle kennen die Schriftstellerin Christa Wolf – zumindest dem Namen nach. Doch wenn man weiter zurückgeht, wird die Literaturgeschichte der SBZ- und der frühen DDR-Jahre schon fast zu einem Geschäft für Spezialist:innen.
Dann werden Namen wie Ricarda Huch, die Gruppe 47 Ost, Edeltraud Eckert, Jutta Petzold, Eveline Kuffel oder Heidemarie Härtl plötzlich präsent. Diese frühen Schriftstellerinnen zeigen, dass das Schreiben in Ostdeutschland, das »Leiden an Deutschland« und der mutige Widerspruch zu dem, was herrschte, weit älter ist als das literarische Personal der imaginären Wende-Walhalla. Und der Blick zurück in diese frühen DDR-Jahre lohnt sich allemal – vor allem, wenn wir nach vorne schauen wollen in unserem wiedervereinigten Land.

Es debattieren die Schriftstellerin und Publizistin Ines Geipel (Berlin) und der Historiker und Germanist Justus H. Ulbricht (Dresden).

Tag der Geschichte

13.11.2021, 11.00 Uhr · Stadtschloss Weimar · Stadtrundgang

Jüdisches Leben in Weimar und die Mechanismen seiner Ausgrenzung

Der Rundgang gibt einen ersten Einblick in eine ab Dezember zu sehende Ausstellung des Lernort Weimar e.V. zum jüdischen Leben in Weimar und den Mechanismen seiner Ausgrenzung.

Am Schloss beginnend werden wir uns knapp zwei Stunden verschiedenen Aspekten des Themas widmen und einiges über die Spannungsfelder in Kultur und Bildung, Politik und Religion erfahren.

Bis zu 15 Personen können teilnehmen, bitte vergessen Sie Ihre Maske nicht.

Treffpunkt: Innhof Schloss

Der Stadtrundgang wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« sowie durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Thüringer Landesprogramms »Denk bunt!« für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit.


Gemeinsam mit vielen geschichtsvermittelnden Institutionen Weimars machen wir am Festival-Samstag Vergangenheit sichtbar. Sie alle öffnen ihre Pforten und zeigen vielfältige Geschichten, die sich (nicht nur) hinter ihren Fassaden verbergen.

Wir laden Sie herzlich, altbekannte Orte neu zu entdecken! Unser »Tag der Geschichte« macht sie für Sie erlebbar.

Unsere Partner sind:
Partner zum »Tag der Geschichte«: Stiftung Ettersberg, EJBW, Stadtarchiv, Lernort Weimar, Decolonize Weimar, Weimarer Republik, Klassik Stiftung Weimar

Tag der Geschichte

13.11.2021, 10.00 Uhr · Europäische Jugendbildungs- & Begegnungsstätte (EJBW) · Workshop

The Young Turks in Kenya

The workshop will be about the Young Turks in Kenya. On the basis of pictures the participants will be hearing the (hi)story of Kenya in the time of democratization in 1991/​92. The Young Turks are a group of (then) young men and women who came from different ethnic groups in Kenya to fight against the dictatorship if the former President of Kenya, Daniel Moi.

The Moi regime was expanded and consolidated by its alliance to the western bloc during the cold war. Upon the defeat of USSR, the West withdrew its support from the government and began a campaign for the democratization of Africa. In 1991, the Young Turks comprising of poor, unarmed but very educated individuals, began to call for the opening of the political scene to allow for multi-party participation. Particularly, they were challenging section 2(a) of the constitution of Kenya that restricted political participation to a single party, KANU. Which was headed and control by the president.

On July 7th, the young turks led a demonstration in the famous Kamukunji grounds in the capital Nairobi. Many atrocities were committed by the police and the presidential secret service who attacked demonstrators with force, teargas and arbitrary arrests. This was such a significant time in the democracy of Kenya that caught the attention of the international community. Shortly after, the law barring multi party elections was repealed and the first democratic election was held in Kenya in 1992.

To date, the 7/​7 day is marked annually as a day to celebrate the birth of democracy especially by different social justice groups. Various themes on issues of social justice are also highlighted during the marking of the day.

Raum Moskau in der EJBW.

Der Workshop findet in englischer Sprache statt! Er ist eine Veranstaltung der EJBW.

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung auf 15 Teilnehmer:innen aufgrund der geltenden Bestimmgen begrenzt ist. Sie können sich für diese Veranstaltung anmelden unter info@weimarer-rendezvous.de.


Gemeinsam mit vielen geschichtsvermittelnden Institutionen Weimars machen wir am Festival-Samstag Vergangenheit sichtbar. Sie alle öffnen ihre Pforten und zeigen vielfältige Geschichten, die sich (nicht nur) hinter ihren Fassaden verbergen.

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13.11.2021, 10.00 Uhr · Eckermann Buchhandlung · Podium

Jede Zeit schafft ihre eigenen Helden. Zur historischen Wandelbarkeit des Heroischen im 19. und 20. Jahrhundert

Was haben Napoleon Bonaparte und Sigmund Jähn gemeinsam? Gibt es außer der Tatsache, dass beide in ihrer Zeit als Helden verklärt und verehrt wurden, irgendetwas, das ihr Heldentum miteinander verbindet?

Immer wieder haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versucht, ein universales, zeitloses Muster herauszuarbeiten, das allen seit der Antike überlieferten Heldengeschichten zugrunde liegt. Aber auch wenn vieles darauf hindeutet, dass kein Herrschaftssystem, keine Gesellschaft ohne Helden auskommt, liegt der Verdacht nahe, dass es keine anthropologischen Konstanten des Heroischen gibt, dass jede Zeit ihre eigenen Heldenbilder schafft. Man denke nur an die unterschiedlichen Ideale, für die die jeweiligen Helden standen und kämpften, oder an die unterschiedlichen Funktionen, die sie erfüllten, sei es als Helden des Alltags, sei es als Ikonen politischer Herrschaft. Selbst die Art und Weise, wie ihre Geschichten erzählt wurden: pathetisch oder ironisch, diskursiv oder visuell, variierte je nach Zeit und Raum. Am Beispiel des Bonapartismus und des realexistierenden Sozialismus in der DDR wollen die beiden Referenten, ausgewiesene Kenner der deutsch-französischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhundert, diese Aspekte beleuchten und mit dem Publikum diskutieren.

Referent:innen: PD Dr. Elisa Goudin (Paris) und Dr. Benjamin Marquart (Stuttgart)

Moderation und Einleitung: Prof. Dr. Armin Owzar (Paris)

Tag der Geschichte

13.11.2021, 14.00 Uhr · Stadtrundgang

Weimar 1919. Die Theaterstadtführung

Tauchen Sie ein in eine spannende Zeit und erleben Sie hautnah die Geburt der ersten deutschen Demokratie: Schauspielerinnen und Schauspieler stellen bei einem Spaziergang durch Weimars Innenstadt historische Akteure des Jahres 1919 und die Gründung der Weimarer Republik dar.

Treffpunkt: Theaterplatz, am Deutschen Nationaltheater

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Auftritte erfolgen regensicher.
Die Veranstaltung wird organisiert von Weimarer Republik e. V.


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Tag der Geschichte

13.11.2021, 12.00 Uhr · Musikschule »Johann Nepomuk Hummel« · Stadtrundgang

Decolonize Weimar! Stadtrundgang

Stadtführung zu historischen und aktuellen/​kolonialen Schauplätzen in Weimar

Treffpunkt: Vorplatz der Musikschule »Johann Nepomuk Hummel«

Decolonize Weimar ist ein Projekt von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar und Teilnehmenden des Programms Migrantinnen als Fachkräfte der Bildungsarbeit der Europäischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar. Damit schließen sie sich zahlreichen Initiativen für postkoloniales Erinnern an, die in verschiedenen Städten wie Berlin, Erfurt oder Jena losgetreten wurden und in denen durch Graswurzelinitiativen lokale Stadtgeschichten neu erzählt werden.

In einigen Städten hat dies zu einer breiten Debatte über Erinnern im Stadtraum geführt. In anderen Städten sind neue Erinnerungsorte entstanden. Auch in Weimar, einer Stadt mit so vielen Schichten der Erinnerung, sind längst nicht alle Geschichten erzählt.

Wichtig ist, dass eine andere Geschichte Weimars zum Vorschein kommt, eine, die auch heutige rassistische und nationalistische Strukturen historisch verortet. Erinnern wollen die Statdtführenden an die deutsche Beteiligung weltweiter Kolonialunternehmungen in unterschiedlichen Graden, auf spezifische Weise und mit unterschiedlichen Folgen. Sie wollen auch an diejenigen erinnern, denen durch das deutsche Einflussstreben und koloniale Sendungsbewusstsein großes Unrecht geschehen ist. Dieses Unrecht ist heute vielleicht erstmals in einer größeren auch außerakademischen Debatte präsent, längst aber noch nicht umfassend, vollständig und in seinen Schattierungen erforscht – und vor allem ist es nicht von offizieller Seite anerkannt. Hier hat Erinnerungskultur materielle Folgen, denn damit sind auch Ansprüche auf Entschädigung seitens der Regierung verbunden, die aktuell gerichtlich ausgehandelt werden.


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Tag der Geschichte

13.11.2021, 16.00 Uhr · Jakobskirche · Podium

Zwischen Helden und Opfern – Das Gedenken an Kriegstote im Wandel der Zeit

Wie ist es um die gegenwärtige deutsche Trauer- und Gedenkkultur bestellt? Das diskutiert das Podium aus Vertretern von Bundeswehr, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Diese Veranstaltung wird organisiert von der Stiftung Ettersberg.

Dauer ca. 90 Minuten.


Gemeinsam mit vielen geschichtsvermittelnden Institutionen Weimars machen wir am Festival-Samstag Vergangenheit sichtbar. Sie alle öffnen ihre Pforten und zeigen vielfältige Geschichten, die sich (nicht nur) hinter ihren Fassaden verbergen.

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Partner: Stiftung Ettersberg, EJBW, Stadtarchiv, Lernort Weimar, Decolonize Weimar, Weimarer Republik, Klassik Stiftung Weimar

Tag der Geschichte

13.11.2021, 10.00 Uhr · Stadtarchiv · Filmvorführung

»Helden wie wir«. Der 1. Mai als Kampftag der Arbeiterklasse mit Volksvergnügen

Kurzfilme der Mai-Demonstrationen in Weimar seit den 1950er Jahren

Gerhard Woiwode (1922–2019) war ein Weimarer Filmpionier, dessen filmischer Nachlass 2020 ins Stadtarchiv gekommen ist. Unter seinen zahlreichen Filmen finden sich auch kurze Szenen der Mai-Demonstrationen in Weimar seit den 1950er Jahren. Obwohl obligatorische Pflichtveranstaltung für alle, vom Werktätigen und bis zum Schüler, zeigen die Bilder keineswegs missmutige, sondern fröhliche Menschen. Die bestellte Demonstration war eben nicht mehr als eine Pflichtübung an einem arbeitsfreien Tag, der immer mit einem Volksfest endete.

Die Filme werden im 3. Obergeschoss des Stadtarchives gezeigt.

Die Filmvorführung findet bis 12 Uhr statt.


Gemeinsam mit vielen geschichtsvermittelnden Institutionen Weimars machen wir am Festival-Samstag Vergangenheit sichtbar. Sie alle öffnen ihre Pforten und zeigen vielfältige Geschichten, die sich (nicht nur) hinter ihren Fassaden verbergen.

Wir laden Sie herzlich, altbekannte Orte neu zu entdecken! Unser »Tag der Geschichte« macht sie für Sie erlebbar.

Unsere Partner sind:
Partner zum »Tag der Geschichte«: Stiftung Ettersberg, EJBW, Stadtarchiv, Lernort Weimar, Decolonize Weimar, Weimarer Republik, Klassik Stiftung Weimar

Tag der Geschichte

13.11.2021, 16.15 Uhr · Bauhaus-Museum · Führung

Vergessene Bauhaus-Frauen

Trotz großer Aufmerksamkeit für das Thema Frauen am Bauhaus im Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 ist die Mehrheit der Schülerinnen am Bauhaus noch wenig erforscht. Die Ausstellung »Vergessene Bauhaus-Frauen und ihre Lebensschicksale in den 1930er und 1940er Jahren« präsentiert 15 dieser unbekannten, vielschichtigen Schicksale.

Führung mit der Kuratorin der Ausstellung, Dr. Anke Blümm.

Dauer: 45 Minuten.

Treffpunkt im Eingangsbereich

Bitte beachten Sie: Die Teilnehmer:innenzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Um Voranmeldung wird gebeten unter info@weimarer-rendezvous.de.


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Tag der Geschichte

13.11.2021, 14.15 Uhr · Nietzsche-Archiv · Führung

Dorothea Seeligmüller und Dora Wibiral – eine Frauenfreundschaft um 1900

Die beiden heute nahezu unbekannten Kunstgewerblerinnen führten in Weimar eine Werkstatt und unterrichteten an Henry van de Veldes Kunstgewerbeschule wie am Bauhaus. In einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebend, hatten sie sich gegen das für höhere Töchter übliche Frauenbild und Ideal eines Hausfrauen- und Mutterdaseins entschieden. Ihr unkonventioneller Lebensstil entsprach Nietzsches Idee vom eigenständigen neuen Menschen. Sie waren häufig zu Gast im Nietzsche-Archiv und gehörten zum Frauennetzwerk um Elisabeth Förster-Nietzsche.

Es führen durch die Ausstellung Sabine Walter, Kustodin für Kunst und Kultur um 1900, und Carina Seidel, Restauratorin für Kunstgewerbe, Klassik Stiftung Weimar.

Dauer: ca. 45 Minuten

Treffpunkt im Eingangsbereich des Archivs.

Bitte beachten Sie: Die Teilnehmer:innenzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Um Voranmeldung wird gebeten unter info@weimarer-rendezvous.de.


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14.11.2021, 19.00 Uhr · Notenbank · Konzert

Helden der Klassik. Musikalischer Abend mit Felix Reuter

Er belehrt nicht, er unterhält. Man erfährt die kuriosesten Geschichten und Diebstähle in der Musikgeschichte. Evergreens, die jeder mitpfeifen kann, entdeckt er plötzlich in völlig anderen Werken wieder. Von der Werbung zur Symphonie, oder vom Musical zu Bach. – Amüsanter kann es nicht sein!

Felix Reuter zeigt die Verbindung von Komponisten und deren Schaffen mit heldenartigen Neuerungen der Musikgeschichte. Kann man Künstler zu den Helden der Zeit rechnen? Immerhin sind sie stets neue Wege gegangen.

Felix Reuter ist Pianist, Komponist und Improvisationskünstler. Er ist ein Genie im Kombinieren von Komödie und klassischer Musik und steht für exzellente Unterhaltung auf höchstem Niveau.

14.11.2021, 15.00 Uhr · Notenbank · Podium

Mit Preisträger:innen im Gespräch. Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Seit 1973 wird der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten von der Körber Stiftung ausgerichtet. Ziel war und ist es »bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken« (Körber Stiftung). Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbes entstehen alle zwei Jahre Forschungsarbeiten auf beeindruckendem Niveau zu einer großen Fülle an Themen.

Das Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte lädt vier Thüringer Preisträger:innen des Geschichtswettbewerbes 2020/​21 (Thema: Sport macht Gesellschaft) ein, auf einem Podium ihre Arbeiten und sich selbst vorzustellen:

»Opa, wie war das eigentlich … Sportlehrer in zwei Systemen«
»›Tanz macht Gesellschaft‹. Eine Tänzerbiografie im Nachkriegsdeutschland
»Die Rolle des Schachs im Dritten Reich«
»Zwischen Erfolg und Leid. Doping im DDR. Schwimmsport in Thüringen am Fall Sigurd Hanke«

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Körber Stiftung.

Logo: Körber-Stiftung

14.11.2021, 16.00 Uhr · Eckermann Buchhandlung · Vortrag

Von Achilles bis Tutanchamun: Heroen und Herrscher der Bronzezeit

Ob Herkules, Theseus oder Achilles – die Helden der griechischen Antike ähneln den modernen Superhelden, indem sie oft übermenschliche Kräfte besitzen oder gegen schier unüberwindliche Monster kämpfen. Doch sie sind keine Gestalten eines Fantasie-Universums, sondern der Bronzezeit vor rund 3300 Jahren, wie antike Chroniken berichten. Zur gleichen Zeit lebten in Ägypten Herrscher wie Nofretete, Tutanchamun und Ramses II., die uns heute weit realer erscheinen. Warum verschwanden die einen hinter einem Nebel aus Mythen, während die anderen zu historischen Persönlichkeiten wurden? Und wie waren die beiden Welten vernetzt? Eine Spurensuche in ein heroisches Zeitalter.

Vortrag von Dr. Christian Pantle (Chefredakteur G/​Geschichte)

14.11.2021, 12.00 Uhr · Eckermann Buchhandlung · Podium

Helden der amerikanischen Demokratie. Von der Verehrung zur Kritik

Die amerikanische Politik und Geschichtsschreibung hat von Anfang an die Gründungsväter als Helden der Demokratie verehrt. Weitere Heroen wie der Sklavenbefreier Lincoln oder der Bürgerrechtler Martin Luther King kamen hinzu.

Heute stehen manche dieser lange bedingungslos verehrten Personen in der Kritik – wie geht Amerika im 21. Jahrhundert mit seiner Vergangenheit um? Diese und weitere Fragen diskutieren Prof. Dr. Jörg Nagler und Dr. Matthias Enders (Bonn) gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Dreyer (Jena).

14.11.2021, 15.00 Uhr · Notenbank · Vortrag

Gestürzte Held:innen. Denkmäler, Straßennamen und Erinnerung im Wandel

Von der Mohrenstraße zum Bismarck-Denkmal: Die Kritik am Umgang mit der deutschen Vergangenheit hat in den letzten Jahren ständig zugenommen.

Welche Erinnerung ist heute noch angemessen – und kann es die Lösung sein, Denkmäler einfach zu demontieren? Wie sieht es mit der internationalen Dimension dieser Thematik aus? Diesen Fragen geht Prof. Dr. Michael Dreyer (Jena) in seinem Vortrag nach.

13.11.2021, 16.00 Uhr · Eckermann Buchhandlung · Podium

Märtyrer der Demokratie. Erzberger, Rathenau und andere Opfer politischer Gewalt in der Weimarer Republik

Die Weimarer Republik wurde nicht nur verbal angegriffen, sondern ihre Repräsentanten waren auch eine körperliche Zielscheibe des (vor allem) rechten Terrors. Allein bis 1922 wurden knapp 400 Menschen Opfer politischer Morde, darunter Ex-Reichsfinanzminister Matthias Erzberger (1921) und der amtierende Außenminister Walther Rathenau (1922).

Wie hat sich die Republik gegen diese Angriffe gewehrt? Welche Rolle spielen die Opfer heute in der deutschen Erinnerungskultur? Über diese und andere Fragen disktuieren Prof. Dr. Martin Sabrow (ZZF Potsdam) und Prof. Dr. Stefanie Middendorf gemeinsam mit dem Moderator Dr. Andreas Braune/​Prof. Dr. Michael Dreyer (Jena).

14.11.2021, 13.00 Uhr · Notenbank · Podium

Schneller, höher, weiter! Held:innen des Sports

Schneller, höher, weiter! In keinem Bereich unseres gesellschaftlichen Lebens wurden und werden so viele Helden ausgerufen wie im Sport. Hier werden klare Siege und Niederlagen errungen und gerade im Spitzensport übermenschliche Leistungen abgerufen. Viele Menschen sehen zu Sportler:innen ob ihrer Leistungen auf, in den Medien werden sie zu Übermenschen stilisiert. Gleichzeitig macht eine große Fankultur deutlich, dass es ein Bedürfnis nach Nähe zu diesen Sportler:innen gibt. Was steckt dahinter? Warum ist sind die Held:innen so eng mit dem Bereich des Sports verbunden und dies vermeintlich ungebrochen seit vielen Generationen?

Der Philosoph und Sportsoziologe Prof. Dr. Gunter Gebauer (FU Berlin) spricht mit dem Literaturwissenschaftler Dr. Stephan Krause (GWZO Leipzig) und dem Kunsthistoriker Dirk Suckow (Universität Erlangen-Nürnberg) über die Konstruktion der sportlichen Helde:innen im 20. Jahrhundert, auch in der schönsten Nebensache der Welt. Und sie blicken in ihrer Diskussion sowohl nach Deutschland, als auch in das östliche Europa.

13.11.2021, 12.00 Uhr · Eckermann Buchhandlung · Podium

Von Gandhi bis Greta: Protest und Personalisierung

Immer wieder haben Protestbewegungen und Kampagnen des zivilen Ungehorsams die Geschichte geprägt. Bei Figuren wie Mahatma Gandhi und Martin Luther King scheint es heute gerade so, als hätten sie im Alleingang Historisches geschaffen. Nachträgliche Heldenverklärung? Oder waren sie tatsächlich die Führungsfiguren, die eine Massenbewegung für Unabhängigkeit und Bürgerrechte schufen? Und heute: Ein 16–jähriges Schulmädchen tritt eine globale Protestbewegung für mehr Klimaschutz los. Von den Medien dazu gemacht? Von der Bewegung aufs Schild gehoben? Verhasst und bewundert, ist schon ihr Name zum Symbol eines neuen gesellschaftlichen Konfliktes geworden.

Das Panel fragt nach der Rolle, die herausgehobene Persönlichkeiten für die Dynamik und den möglichen Erfolg von Protest haben. Braucht es gerade bei zivilem Ungehorsam eine gut sichtbare Symbolfigur, die die Risiken der öffentlichen Artikulation von Unrecht und eine mögliche Bestrafung gut sichtbar auf sich nimmt? Und ist der heutige Protest weniger heroisch?

Es diskutieren Prof. Dr. Michael Haspel (Universität Erfurt/​apl. Professor für Systematische Theologie), Prof. Dr. Heinz Werner Wessler (Uppsala Universitet) und Dr. Andreas Braune (Jena).

13.11.2021, 18.00 Uhr · Eckermann Buchhandlung · Podium

Starke Männer, mutige Frauen. Heroische Personalisierungen in der Politik

Mit dem globalen Aufstieg von Populisten und Autokraten haben »starke Männer« im politischen Feld wieder Konjunktur. Gestalten wie Trump, Putin, Erdogan oder Bolsonaro inszenieren sich als tatkräftige Macher und Stimme des Volkes. Sie brechen Tabus und machen aus ihrer Verachtung demokratischer Regeln keinen Hehl. Mit ihren heroischen Selbstdarstellungen reduzieren sie Komplexität und binden ihre Gefolgschaft an sich. Begleitet wird das Wiederaufleben »starker Männer« von weiblichen Widerparts, von »mutigen Frauen«, die ihnen medial als Antagonistinnen gegenübergestellt werden. So sehr sich z. B. die Fridays-for-Future-Aktivistin Greta Thunberg und der ehemalige US-Präsident Donald Trump auch unterscheiden: Beide unterliegen der Logik der Personalisierung, beide werden heroisiert, beide polarisieren.

Das Podiumsgespräch fragt – auch anhand von Bildmaterial – nach Dynamiken der Heroisierung und dem Stellenwert von Personalisierungen in der Gegenwart. Es diskutieren Ulrich Bröckling (Kultursoziologie, Freiburg), Josef Früchtl (Kunst- und Kulturphilosophie, Amsterdam) und Dorna Safaian (Kunst- und Medienwissenschaft, Freiburg), Moderation: Clara Arnold (Soziologie, Freiburg).

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem SFB »Helden – Heroisierungen – Heroismen« an der Univerität Freiburg.

13.11.2021, 14.00 Uhr · Eckermann Buchhandlung · Podium

Neuland? Ostdeutsche Dörfer in den 1990er Jahren

In den vergangenen Jahren wurde viel über die Transformation Ostdeutschlands nach der Wiedervereinigung von 1990 diskutiert: Wie war die Ausgangslage, wie veränderten sich Arbeits- und Lebenswelten, welche Folgen hatte das und wie wirken diese Folgen bis heute nach? Allerdings sind derartige Debatten fast ausschließlich mit Blick auf die urbanen Zentren geführt worden. Die Dörfer der früheren DDR fanden kaum Berücksichtigung.

Zugleich zeichnet sich gegenwärtig ein doppeltes Phänomen ab: Einerseits gelten die ländlichen Regionen zunehmend als attraktive Alternative zu den wachsenden Städten, als Raum neuer Chancen und Initiativen. Andererseits fehlt es ebendort an Arbeitsplätzen und Infrastruktur, was durchaus auch zu Demokratieverdruss oder gar -feindlichkeit vor Ort führt.

Gemeinsam blicken die Kulturwissenschaftlerin Uta Bretschneider und der Historiker Jens Schöne (beide mit eigenen Erfahrungen in ostdeutschen Dörfern) auf die Jahre des Wandels zurück, lassen die Akteurinnen und Akteure – die lokalen »Alltags-Held:innen« – zu Wort kommen und rücken die Lebens- und Arbeitswelten sowie die Aneignungsprozesse der politischen Veränderungen in den Fokus. Ausgehend von den späten Jahren der DDR diskutieren sie Brüche, Aufbrüche und Umbrüche, fragen nach den wichtigsten Veränderungen und wagen den Ausblick: Wohin entwickeln sich die Dörfer?

12.11.2021, 18.30 Uhr · Notenbank · Eröffnung

Braucht eine Demokratie Held:innen? Ein Eröffnungsgespräch

Demokratien brauchen Menschen, die sich für sie einsetzen, die für sie kämpfen, die sie gestalten und leben. 1989/​1990 gab es viele von ihnen, die gegen die DDR-Führung aufgestanden sind und die demokratische Wende herbeigezwungen haben. Waren das Held:innen im besten Sinne? Und braucht es sie vielleicht auch heute wieder, wo unsere Demokratie immer stärkeren Belastungen ausgesetzt und der Transformationsprozess in West und Ost noch gar nicht abgeschlossen ist?

Marianne Birthler, von 2000 bis 2011 Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, und der Soziologe Prof. Dr. Stephan Lessenich (Frankfurt) diskutieren gemeinsam mit Gerlinde Sommer, stellvertretende Chefredakteurin der TLZ, über Held:innen der Demokratie, die Wende und unsere heutige Gesellschaft und eröffnen damit das Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte.

Der Abend wird begleitet von den Geschichtenliedern des Thüringer Musikers Norbert Radig.

Foto »Demokratie« kann hier abgerufen werden.
Foto »Berliner Mauer« kann hier abgerufen werden.

13.11.2021, 11.00 Uhr · Notenbank · Podium

»Zu den Waffen, Schwestern!« – Die Nationalheldinnen Jeanne d’Arc (Frankreich) und Emilia Plater (Polen)

Der Kampf um die Freiheit durchzieht die Menschheitsgeschichte . Meist sind es Männer, die in diesen Kämpfen zu den Waffen greifen, blutige Schlachten schlagen und ruhmvoll in die Geschichtsbücher eingehen – also im besten Sinne zu Helden werden. Doch was passiert, wenn Frauen es ihnen gleich tun? Noch dazu in Zeiten, in denen die Rollen zwischen Männern und Frauen sehr klar verteilt waren und Heldinnen eher rar gesät.

Zwei mutige Frauen griffen zu den Waffen und werden entgegen aller Regeln dafür noch heute als Nationalheldinnen verehrt: Die Rede ist von Jeanne D’Arc (Frankreich, 1412–1432) und Emilia Plater (Polen, 1806–1831).

Prof. Dr. Étienne François (FU Berlin) und Dr. Iwona Dadej (Zentrum f. Historische Forschung/​PAN, Berlin) sprechen mit Prof. Dr. Jürgen Heyde (Universität Augsburg) darüber, wie beide Frauen zu Nationalheldinnen gemacht wurden, was ihr Heldinnen-Dasein ausmacht, welche Brüche es in der Erzählung gibt und welches Erbe sie hinterlassen.

13.11.2021, 13.00 Uhr · Notenbank · Podium

Witold Pilecki – ein polnischer Held?

Witold Pileckis Bericht aus Auschwitz gilt als eines der ersten Zeugnisse über nationalsozialistische Verbrechen und die Shoah. 1940 hatte er sich freiwillig im Konzentrationslager Auschwitz inhaftieren lassen, baute dort ein Widerstandsnetzwerk auf, floh, kämpfte 1944 im Warschauer Aufstand, geriet in deutsche Kriegsgefangenschaft, schloss sich 1945 dem Widerstand gegen die polnischen Kommunisten an. 1947 wurde er von der kommunistischen Geheimpolizei verhaftet und 1948 hingerichtet.

In Polen ist Witold Pilecki ein Nationalheld. In Deutschland kennt kaum jemand seinen Namen.

Hanna Radziejowska (Pilecki-Institut Berlin) und Florian Peters (Friedrich-Schiller-Universität Jena) diskutieren über deutsche und polnische Geschichtskultur. Moderation: Daniel Logemann (Gedenkstätte Buchenwald)

14.11.2021, 11.00 Uhr · Notenbank · Podium

Die Helden des Sozialismus – Ein Für und Wider

Adolf Hennecke, »Täve« Schur und Sigmund Jähn – wer kannte sie nicht, wer kennt sie noch? Der eine war Held der Arbeit, der andere Held des Sports, der dritte war Held der Wissenschaft und gemeinsam mit Juri Gagarin und Walentina Tereschkowa eine der Vorzeigefiguren der sozialistischen Weltraumfahrt. Sozialistische Helden, so definierte es die Partei, vollbrachten im richtigen Moment eine richtige Tat für die richtige Sache!

Gemeinsam mit den Teilnehmer:innen wollen Prof. Dr. Silke Satjukow und Prof. Dr. Rainer Gries sie in Erinnerung rufen und diskutieren: Was leisteten die Helden des Sozialismus früher? Und: Was bedeuten sie uns heute?

13.11.2021, 19.00 Uhr · Notenbank · Szenische Lesung

Die Bombe ist im Kopf und nicht im Koffer. Szenische Lesung mit Briefen von James und Freya von Moltke

Stauffenberg und seine Tat sind hinreichend bekannt, aber wie kam es zur Initialzündung für das Attentat? Es war das Ergebnis langer Vorbereitungen, heimlicher Gespräche und der als Familientreffen getarnten Zusammenkünfte auf dem Gut des Grafen v. Moltke, Kreisau.

Am 19. Januar 1944 wurde er verhaftet. Wir verdanken es dem Mut eines Gefängnispfarrers, dass dieser einzigartige unzensierte Briefwechsel eines Paares aus dem Widerstand während der Zeit des NS-Regimes, Freya und Helmuth James v. Moltke, erhalten blieb.

»Die Bombe ist im Kopf und nicht im Koffer.«

Es sind schöne, zärtliche poetische Briefe, die »Pim« und ihr »Hauswirt«, so sein Spitzname, wechselten.

Dorothea Baltzer und Robert Atzlinger präsentieren sie in diesem ruhigen wie dichten Programm…begleitet von der Musik Ekkehard Schoberts. (Adrienne Braun, Stuttgarter Zeitung)

Die Kompositionen Ekkehard Schoberts werden von der Flötistin Milena Roder gespielt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora statt.