WEIMARER RENDEZ-VOUS MIT DER GESCHICHTE

AUF AUGENHÖHE?! BEZIEHUNGSGESCHICHTE(N)
10.-12. NOV 2017

Das Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte befragt in seinem 9. Jahr die historischen und aktuellen Dimensionen gesellschaftlicher Beziehungen "auf Augenhöhe".
Ein Blick in die Nachrichten dieser Tage lässt vermehrt das Gefühl aufkommen: Unsere umfassend vernetzte Welt scheint aus den Fugen. Die Kriege, sozialen, politischen oder wirtschaftlichen Krisen der Welt haben nicht (mehr) nur lokale Bedeutung, sondern gehen uns alle an. Flüchtlinge, Klimawandel, Währungskrisen, Brexit, Trump, das Aufblühen populistischer Strömungen und die schleichende Wiederkehr autokratischer Regierungsformen sind nur einige der Dauerthemen. Wer begegnet wem eigentlich noch auf Augenhöhe? Staatsmänner verweigern das bilaterale Gespräch oder überformen es mit nichtssagenden Gesten. Menschen fühlen sich vom politischen Leben ausgeschlossen und ziehen sich ins Private zurück.

Das Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte 2017 fragt ausgehend von diesen zum Teil alarmistischen Wahrnehmungen, wie Beziehungen politischer, wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Art in Geschichte (und Gegenwart) untereinander, gegeneinander, mit- und zueinander agieren. Unsere Welt ist – nicht allein durch unser sich fundamental veränderndes Kommunikationsverhalten – komplexer geworden. Auch die globalen politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen tragen ihren Teil dazu bei. Wie in vielen Zusammenhängen und gerade hier, ist der Blick in die Geschichte hilfreich und von höchster Dringlichkeit. Denn nur allzu häufig sind die Ursachen und Entwicklungen aktueller Phänomene in der Vergangenheit zu suchen und der Blick in die Geschichte kann manche Alltagsdiagnose relativeren und auf diese Weise Ängste nehmen. In jedem Fall aber ist er ein Erkenntnisgewinn zum Verständnis der Gegenwart.