WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT

Dr. Agnès Arp (*1973)

Agnes Arp wurde 1973 in Paris geboren und studierte Neuere und Neueste Geschichte. Sie legte ihre Dissertation über den industriellen Mittelstand in der DDR an der Universität Sorbonne-Nouvelle in Paris ab. 2005 erschien ihr Buch "VEB. Vaters ehemaliger Betrieb". Darin beschreibt die französische Zeithistorikerin, dass im Unterschied zu allen anderen Ländern der 'sozialistischen Staatengemeinschaft' in der DDR noch bis 1972 mittelständische, meist langjährige Familienbetriebe existierten. Die Autorin lebt in Jena. Am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Neue und neueste Geschichte Deutschland- DDR – Historiographie - Oral History.

 

Dr. Sébastien Bertrand-Souville (*1978)

Seit 2013 lehrt Sébastien Bertrand Geschichte und Geopolitik in den Classes Préparatoires der Grandes Ecoles (Lycée Janson de Sailly und Chaptal in Paris).
Von 2012 bis 2013 war er Berater für die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Kommission, die im Auftrag der französischen Regierung den 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges vorbereitet hat („Mission du Centenaire“).
Von 2002 bis 2012 arbeitete er als Lehrer im Lycée Félix-Faure (Beauvais, Picardie) und unterrichtete deutsche Geschichte und Geographie in den europäischen und den Abibac-Klassen. In diesem Rahmen nahm er wiederholt mit Schülern an deutsch-französischen Theaterprojekten mit dem Humboldt-Gymnasium Weimar teil.
Von 2009 bis 2012 lehrte er auch Zeitgeschichte an den Universitäten in Reims und Amiens.
2008 promovierte er an der Universität Straßburg zum Thema : „Die Tradition in Frage gestellt. Der Johanniterorden in Deutschland zwischen 1918 und 1945“. Er arbeitet zu verschiedenen Fragen der Politik- und Kulturgeschichte (Kriege, Traditionen, Filmgeschichte) in Europa und Ostasien (Japan, Korea) und kooperiert aktuell mit den Universitäten in Nancy und Straßburg sowie mit koreanischen Instituten.

Dr. Andreas Braune (*1981)

Andreas BrauneAndreas Braune studierte zwischen 2001 und 2008 Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Romanistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und am Institut d’Etudes Politiques de Rennes. Das Studium schloss er mit einer prämierten Arbeit über „Wilhelm Ostwald und den Monismus“ ab. Von 2010 bis 2012 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem Forschungsprojekt „Bildung zur Freiheit“; derzeit arbeitet er an seiner politiktheoretischen Dissertation zu „Zwang und Heteronomie in der Politik der Moderne“. Neben der politischen Theorie und Ideengeschichte und politischer Philosophie zählen die Wissenschafts- und Mentalitätsgeschichte der klassischen Moderne zu seinen Arbeitsschwerpunkten. Seit 2012 ist er zudem als wissenschaftlicher Koordinator für das Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte tätig.

 

Prof. Dr. Johann Chapoutot (*1978)

Sprecher des Beirates

Johann Chapoutot ist Professor an der Universität Sorbonne nouvelle Paris III und seit 2011 Mitglied des Institut Universitaire de France. Er ist Zeithistoriker und forscht multidisziplinär auf dem Gebiet der politischen und kulturellen Geschichte.
Chapoutot studierte Geschichte, Germanistik und Jura an der Ecole Normale Supérieure und promovierte an der Universität Paris I Sorbonne und an der TU Berlin. In seinen Veröffentlichungen hat sich Chapoutot mit der westeuropäischen Geschichte (im 19. und 20. Jahrhundert) sowie den Zeiten der Diktaturen auseinandergesetzt.
In Deutschland ist bisher von ihm erschienen: Der Nationalsozialismus und die Antike (von Zabern Verlag, 2014).

Prof. Dr. Michael Dreyer (*1959)


Seit WS 2005/06 ist Prof. Dr. Michael Dreyer als Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena tätig.
Er studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Volkskunde an den Universitäten Kiel und Lexington, Kentucky. Er war Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft und auch der Friedrich-Thyssen-Stiftung, sowie Kennedy Fellow an der Harvard University. Nach einem Lehrauftrag an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (WS 1990/91) arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent im Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Mai 1994-März 1995). Seit April 1995 ist Michael Dreyer an der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig. 2002 habilitierte er sich für Politikwissenschaft in Jena. Von 2002 bis 2006 wirkte er in den USA als DAAD-Professor an der Northwestern University in Evanston, Illinois.
Forschungsschwerpunkte sind Ideengeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (Deutschland, USA), Politisches System der USA (v.a. Supreme Court), Minderheiten und Politische Theorie, Föderalismus. Zu allen Themen liegen Veröffentlichungen vor.
Dreyer ist Mitglied in mehreren politikwissenschaftlichen Vereinigungen.

Ralf Finke (*1960)

Ralf Finke studierte an der Universität Dortmund Journalistik (Dipl.), Geschichte und Sport. Sein Volontariat absolvierte er beim WDR in Köln. Anschließend war er fester freier Mitarbeiter beim WDR in den Redaktionen ZAK, Kultur und Regionales. Zu dieser Zeit schrieb Ralf Finke für die Frankfurter Rundschau und das Fußball-Fachmagazin Hattrick. 1997 wechselte er zu Focus TV nach München und übernahm für diese Redaktion Kriegs- und Kriseneinsätze im Balkan-Krieg und in Afrika sowie die Berichterstattung aus Amerika und Asien. 2000 erfolgte dann der Wechsel zu Sat.1 nach Berlin. Nach einem kurzen Intermezzo als stellvertretender Leiter der Sat.1-Parlamentsredaktion war Ralf Finke ab 2001 Sonderkorrespondent der ProSiebenSat.1 Media AG. Er berichtete für die ehemals vier Sender der Gruppe (ProSieben, Sat.1, kabel eins und N24) aus zahlreichen Kriegs- und Krisengebieten: Äthiopien, Mosambik, Afghanistan, Pakistan, Thailand, dem Nahen Osten und aus dem Kaukasus. Ralf Finke verantwortete außerdem die Berichterstattung der Sendergruppe bei Großereignissen wie z.B. zum Tod von Johannes Paul II. und zur Wahl von Benedikt XVI. oder zu Präsidentschaftswahlen in Russland. 2010 wechselte Rald Finke zur Probono Fernsehproduktion Köln/Berlin und war dort Redaktionsleiter eines wöchentlichen Polittalks des SWR.

Seit dem 1. September 2011 ist Ralf Finke Leiter der Stabsstelle Kommunikation und Protokoll/Pressesprecher der Stadt Weimar.

Prof. Dr. Etienne François

Jean-Marie Génard

In der französischen Partnerstadt Weimars ist Jean-Marie Génard tätig. In Blois lehrte er Geschichte und Geographie am Camille-Claudel-Gymnasium. Außerdem ist er als Vize-Präsident des Vereins „Ciné’fil“ tätig, der sich für einen besseren Zugang zu Programmkinos in der Stadt Blois einsetzt. Seit 2005 ist er pädagogischer Leiter und für die Filmreihe im Rahmen des Festivals „Rendez-vous de l’histoire“ verantwortlich.

 

Dr. Nora Hilgert (*1982)

Nora Hilgert studierte zwischen 2001 und 2007 an der Universität Hamburg Geschichtswissenschaften, Neuere deutsche Literatur und Medienkultur; 2011 wurde sie mit einer Arbeit über die Fernsehkriminalreihen „Stahlnetz“ und „Blaulicht“ im Fach Geschichte promoviert. Seit Oktober 2009 ist sie als Geschäftsführerin des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. tätig. Ihre Interessengebiete sind Film- und Fernsehgeschichte, Kriminal-, Gesellschafts- und Alltagsgeschichte im Nationalsozialismus, der Bundesrepublik und der DDR.

Bernd Karwen, M.A. (*1973)

Bernd KarvenBernd Karwen, M.A. ist seit 1999 Mitarbeiter am Polnischen Institut Leipzig (jetzt: Polnisches Institut Berlin / Filiale Leipzig) und dort zuständig für die Bereiche Literatur, Politik und Geschichte. Er studierte Polonistik, Deutsch als Fremdsprache und Politikwissenschaften in Leipzig und erhielt mehrere DAAD-Stipendien in Warschau. Heute forscht er zur polnischen Gegenwartsliteratur

Prof. Dr. Yvonne Kleinmann

Prof. Dr. Prof Thomas Kroll (*1965)

Seit April 2007 arbeitet Thomas Kroll als Professor für Westeuropäische Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er hat Geschichte, Sozialwissenschaften und ev. Theologie an den Universitäten Bielefeld, Köln, Florenz und Düsseldorf studiert. Nach Abschluss seiner Dissertation an der Universität Düsseldorf ging er zunächst für drei Jahre an das Deutsche Historische Institut in Rom. Es folgten ein einjähriger Forschungsaufenthalt in Paris und anschließend drei Jahre an der Universität Salzburg. Von 2004 bis 2006 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Uni Gießen, im Studienjahr 2006/2007 Member des Institute for Advanced Study in Princeton N.J. Seit 2009 ist er Mitglied der Historischen Kommission für die Toskana. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der vergleichenden Geschichte Westeuropas vom 18. bis zum 20. Jahrhundert (insbesondere Italien und Frankreich); Historiographiegeschichte; Intellektuellengeschichte; Kommunismusforschung; deutsch-italienische Beziehungen seit dem 18. Jahrhundert.

 

Prof. Dr. Dirk van Laak (*1961)

Seit 2007 ist Dirk van Laak Professor für Zeitgeschichte an der Universität Gießen tätig. Er studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Essen und promovierte 1993 an der Fernuniversität Hagen. 1991-1993 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, seit 1993 wissenschaftlicher Assistent, später Oberassistent am Historischen Institut der Universität Jena. Gast- und Vertretungsprofessuren an Universitäten in Chicago (1995/96), Tübingen (2002/03) und Freiburg (2003/04). Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der deutschen, europäischen und Globalisierungsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, in der Geschichte des Kolonialismus, der Technik-, Infrastruktur- und Planungsgeschichte, in der Geschichte der Geschichtsschreibung sowie den Überschneidungsbereichen zwischen Geschichte und Literatur.

 

Prof. Dr. Matthias Middell

Prof. Dr. Matthias Middell ist Direktor des Global and European Studies Institutes der Universität Leipzig, an der er seit 1986 lehrt. Neben der Geschichte der Französischen Revolution und der deutsch-französischen Kulturbeziehungen widmet er sich in seinen Forschungen der Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte sowie der Rolle des Raumes in der Globalisierung. Zwischenstationen seiner akademischen Karriere waren u.a. Moskau, Paris, Santa Barbara in Kalifornien, Durham in North Carolina und Stellenbosch in Südafrika. Zu seinen Veröffentlichungen gehören u.a. "Die Geburt der Konterrevolution in Frankreich 1788-1792" und "Weltgeschichtsschreibung im Zeitalter der Verfachlichung und Professionalisierung. Das Leipziger Institut für Kultur- und Universalgeschichte 1890-1990". Matthias Middell wurde 1961 in Leipzig geboren.

Julia Miehe

Prof. Dr. Pierre Monnet (*1963)

1984-1988: Absolvent der Ecole Normale Supérieure, Agregation für Geschichte (1987).
1994: Doktorarbeit für Geschichte an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales « Les Rohrbach de Francfort. Pouvoir, affaire et parenté à la fin du Moyen Age » (Genf 1997)
1994-1996: Lehrauftrag an der Universität de Bourgogne
1996-2003: stellv. Direktor, beauftragt mit Mittelalterforschung, dann Direktor der Mission Historique Française in Göttingen
2002: Habilitation an der Universität Paris I Panthéon Sorbonne « Recherches sur les systèmes d’information, de communication et de représentation extérieures des villes allemandes à la fin du Moyen Age »
2003-2005: Professur für mittelalterliche Geschichte an der Universität Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines.
Seit 2005: Forschungsdirektor an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales
Seit 01.09.2011: Leiter des Institut Français d'Histoire en Allemagne (Frankfurt/Main)

Die von Philippe Braunstein betreute Doktorarbeit behandelte am Beispiel von Frankfurt Fragen des sozialen Aufstiegs, der Geschichte und der Lebensbedingungen der Eliten in den deutschen Städten zum Ausgang des Mittelalters.
Mit der während der Jahre als Direktor in Göttingen entwickelten und niedergeschriebenen Habilschrift richteten sich die Forschungen auf die Beziehungen zwischen den Städten im Deutschen Reich unter dem Gesichtspunkt politischer und symbolischer Kommunikation sowie der Beziehungen zwischen der Stadt und dem König. 
Die gegenwärtige Forschung bezieht sich auch auf die Politik und ihre Darstellung in Verbindung mit dem Deutschen Reich zum Ausgang des Mittelalters und betrachtet dabei einerseits königliche Autobiographien der Luxemburger und Habsburger sowie andererseits die Goldene Bulle von 1356 und ihrer „Wiederverwendung“ und Tradition in der deutschen Geschichte bis ins 20. Jhdt.
Ritter des akademischen Ordens (Ordre des palmes académiques, 2002)
Ritter des Ordre national du mérite (2006)
Bundesverdientskreuz I. Klasse (6. September 2011)

  • Mitglied des Wissenschaftsrates des deutsch-französischen Geschichtsbuches
  • Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Deutschen Historischen Institutes in Paris
  • Präsident des Wissenschaftsrates der Deutsch-französischen Hochschule (2003-2007)
  • Vize-Präsident (2008), dann Präsident der Deutsch-französischen Hochschule (2009-2010)
  • Mitglied des Wissenschaftsrates der Mission Historique Française in Deutschland
  • Mitglied des Wissenschaftsrates des CIERA
  • Mitglied des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte.
  • Mitglied des Wissenschaftsrates der Kommission Germania Sacra der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
  • Mitglied der Frankfurter Historischen Kommission
  • Mitglied des Beirates der DVA-Stiftung (Robert-Bosch-Stiftung), Stuttgart

    BIOGRAFIE

Dr. Philipp Neumann-Thein (*1975)

Philipp Neumann studierte Neuere Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Politikwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena und der Università degli Studi di Siena (Italien) und erwarb 2003 den Magister Artium. 2003-2005 war er Wissenschaftlicher Volontär an der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und arbeitete u.a. an der Ausstellung „Techniker der ‚Endlösung’. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ mit. Von 2005 bis 2010 promovierte er über „Das Internationale Komitee Buchenwald-Dora und Kommandos. Geschichte eines politischen Erinnerungsaktivs überlebender KZ-Häftlinge (1952-2005)“. Er war Stipendiat der VolkswagenStiftung im Rahmen des Projektes „Gedächtnis – Macht – Geschichte“ unter der Leitung von Prof. em. Dr. Lutz Niethammer an der FSU Jena.
Seit 2009 ist er Persönlicher Referent des Stiftungsdirektors und Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Sein gegenwärtiger Forschungsschwerpunkt ist die Nachgeschichte der nationalsozialistischen Verbrechen in deutscher und europäischer Perspektive. Gemeinsam mit Andreas Ehresmann, Alexander Prenninger und Régis Schlagdenhauffen gab er den Band „Die Erinnerung an die nationalsozialistischen Konzentrationslager: Akteure, Inhalte, Strategien“ (Göttingen 2011) heraus.

 

Prof. Dr. Armin Owzar (*1964)

Armin Owzar ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Paris III / Sorbonne Nouvelle. Im Anschluss an seine Promotion (1997) lehrte er als Wissenschaftlicher Assistent, seit seiner Habilitation (2004) als Privatdozent an der Universität Münster (bis 2007). Danach war er als DAAD-Professor an der University of California, San Diego (2007-2011) und als Vertretungsprofessor an der Universität Freiburg tätig.
In seinen politik-, sozial- und kulturgeschichtlich ausgerichteten Veröffentlichungen hat sich Owzar mit der napoleonischen Zeit, dem deutschen Katholizismus im 19. und 20. Jahrhundert, dem deutschen Kaiserreich und der SBZ/DDR auseinandergesetzt.
Aktuelle Forschungsschwerpunkte liegen auf den deutsch-französischen Beziehungen im „langen 19. Jahrhundert“, der transnationalen Geschichte im Zeitalter des Imperialismus, der Geschichte der modernen Stadt, der Historischen Anthro­pologie und der politischen Ikonographie.

Dr. Nicolas Patin (*1981)

Nicolas Patin ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Paris (2013-2014). Er studierte Geschichte an der Ecole Normale Supérieure (ENS-Lyon) und hat sechs Jahre lang an der Universität Paris-Ouest Nanterre la Défense und ein Jahr lang Politikwissenschaft in Lille unterrichtet. 2010 hat er seine Dissertation über die Kriegserfahrungen der 1 674 Abgeordneten der Weimarer Republik verteidigt, die 2014 unter dem Titel La catastrophe allemande, 1914-1915. 1 674 destins parlementaires erschienen ist.

Prof. Dr. Susanne Rau (*1969)

Sprecherin des Beirates

Susanne Rau, geb. 1969 in Maulbronn, studierte Geschichte, Romanistik, Philosophie und Allgemeine Rhetorik in Tübingen, Reims und Hamburg mit dem Magisterabschluss im Juni 1997. Bis 2000 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Hamburg. Sie erhielt mehrere Reisestipendien für Forschungsaufenthalte in Bremen, Breslau, Köln, Genf und Paris und promovierte im April 2001 mit einer Arbeit zur städtischen Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur im Zeitalter von Reformation und Konfessionalisierung. Von 2001 bis 2008 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich 537 „Institutionalität und Geschichtlichkeit“ an der TU Dresden. Ihre Habilitation erfolgte im Juli 2008. Sie ist Gründungsmitglied des internationalen akademischen Netzwerks „Social Sites – Öffentliche Räume – Lieux d’échanges (1300-1800)“ und war von 2005 bis 2008 Koordinatorin des wissenschaftlichen Netzwerks „Historiographiegeschichte der Frühen Neuzeit (1400-1800)“ der DFG. Einem Forschungsstipendium am Deutschen Historischen Institut in Paris schloss sich im Sommersemester 2009 eine Gastprofessur (Directeur d’études associé) an der Maison des Sciences de l’Homme (FMSH) in Paris an. Die Heisenbergprofessur für „Geschichte und Kulturen der Räume in der Neuzeit“ an der Universität Erfurt hat sie zum Wintersemester 2009/2010 übernommen.

"Rennradfahren ist auch eine Allegorie auf die Wissenschaft"
AcademiaNet im Gespräch mit der Historikerin und
Heisenberg-Professorin Susanne Rau

Maren Röger (*1981)

Prof. Dr. Maren Röger ist seit April 2015 Juniorprofessorin für Deutschland und das östliche Europa an der Universität Augsburg. Zuvor (2010-2015) war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Institut Warschau und Gastprofessorin an der Universität Hamburg (Sommersemester 2014). Promoviert wurde sie an der Justus-Liebig-Universität Gießen mit einer Arbeit zu den deutschen und polnischen Mediendarstellungen und Mediendebatten über die Vertreibung der Deutschen (Flucht, Vertreibung und Umsiedlung. Mediale Erinnerungen und Debatten in Deutschland und Polen seit 1989. Marburg: Herder 2011). Ihr zweites Buch behandelte die Sexualpolitik und den Besatzeralltag im besetzten Polen und erschien 2015 unter dem Titel "Kriegsbeziehungen: Intimität, Gewalt und Prostitution im besetzten Polen 1939-1945" (Frankfurt am Main: S. Fischer). Momentan arbeitet sie an einer Monographie zu binationalen Ehen (1870-heute).

Dr. Marc Sagnol

Kai Sauer (*1969)

Kai Sauer ist Lehrer für Französisch und Geschichte am Humboldt-Gymnasium in Weimar. Er ist dort Koordinator der bilingual-französischsprachigen Ausbildung im Abibac-Zug.

Dr. Thomas Serrier (*1971)

Thomas Serrier ist Absolvent der École Normale Supérieure; er hat Germanistik, Geschichte und Polonistik in Paris und Berlin studiert und seit 2006 arbeitet als Gastprofessor an der Europa-Universität Viadrina.
Von 2001 bis 2004 war er „maître de conférences“ an der Universität Paris VIII (FB Europäische Studien) und 2004-05 war er DAAD-Gastprofessor am Frankreich-Zentrum der TU Berlin. Er arbeitete auch 2005-06 im Alexander-von-Humboldt-Fellow am Frankreich-Zentrum der TU Berlin und 2006-07 war er Betreuer des Forschungsprojektes der Fritz-Thyssen-Stiftung an der Stiftung Genshagen, Berlin-Brandenburgisches Institut für deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa e.V.
Seine Forschungen betreffen vergleichende europäische Kulturgeschichte unter spezieller Berücksichtigung der Nationsbildungsprozesse, der Nationalitätenkonflikte, der Zwangsmigrationen und der transnationalen Gedächtnisorte, insbesondere in den deutsch-polnischen und deutsch-französischen Grenzräumen im 19. und 20. Jahrhundert. Des weiteren die trilaterale Verflechtungsgeschichte (Deutschland-Frankreich-Polen im 18.-20. Jahrhundert) und Polen und Ostmitteleuropa als literarisches Thema in Deutschland und Frankreich.
Er ist auch Mitglied in mehreren Forschungsgruppen.

 

Dr. Justus H. Ulbricht (*1954)

Als Historiker beschäftigt sich Dr. Justus H. Ulbricht besonders mit der Geschichte Weimars. In zahlreichen Vorträgen und Schriften hat er seine Kenntnisse und Einsichten über verschiedene Themen wie etwa den Umgang Weimars mit nationalsozialistischer Architektur, die Klassische Moderne in Weimar und die Einstellung der Stadt zum Bauhaus und dem „Bauhaus-Streit“ zur Diskussion gestellt. Desweiteren war er lange Jahre wiss. Mitarbeiter der Klassik Stiftung Weimar, u. anderem auch des EU-Projekts HERMES; zudem gab er Sommer-Kurse an der Weimar-Jena-Akademie (2000-2009). Er hat Geschichte, Germanistik und Allgemeine Pädagogik in Tübingen studiert. 

 

Dr. Alice Volkwein (*1982)

Paris, Lyon, Dresden und Berlin — das sind die akademischen Stationen von Alice Volkwein, die an der ENS-lsh studiert und die "Agrégation d'allemand" 2004 bestanden hat. Alice Volkwein arbeitet derzeit an ihrer Doktorarbeit in Germanistik und Geschichte an der Universität Paris III und der LMU München. Zudem ist sie Präsidentin des Vereins GIRAF-IFFD, dem ca. 80 über Deutschland und Frankreich forschende Nachwuchswisschenschaftler der Sozial-, Geistes- und Literaturwissenschaften angehören (www.giraf-iffd.ways.org). Auch im Rahmen des gemeinsam von der DGAP und dem IFRI organisierten Projektes "Deutsch-französischen Zukunftsdialogs" engagiert sich Alice Volkwein für den intellektuellen und politischen deutsch-französischen Ideenaustausch. Eines ihrer aktuellen Forschungsthemen lautet: Kollektives Gedächtnis im vereinigten Deutschland. In ihrer Dissertation befasst sich Alice Volkwein mit der Erinnerung an Flucht und Vertreibung im vereinigten Deutschland. Ihr Wunsch ist es, künftig an einer Universität zu lehren. Zurzeit ist Alice Volkwein wissenschaftliche Mitarbeiterin in Paris III und lehrt seit September 2010 in Classes Préparatoires in Saint Cyr Deutsch.

Dr. Katarzyna Woniak (*1983)

Katarzyna Woniak ist seit 2013 am Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Sie studierte Neuere und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Europäische Ethnologie/Volkskunde an den Universitäten Posen (Polen) und Augsburg. 2012 hat sie im Rahmen der cotutelle de thèse am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg (Prof. Andreas Wirsching) und am Historischen Institut der Adam-Mickiewicz-Universität Posen (Prof. Krzysztof Makowski) mit der Dissertation: „Von Verdrängen bis Wiederentdecken. Die Erinnerungskulturen in den west- und nordpolnischen Kleinstädten Labes und Flatow seit 1945. Eine vergleichende Studie" promoviert. Neben ihrer Promotion arbeitete sie als Research Assistant am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg sowie am Institut für Zeitgeschichte in München. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschichte im öffentlichen Raum, lokale Erinnerungskulturen, der Zweite Weltkrieg, Zwangsmigrationen und die deutsch-polnischen Beziehungen.

 

MITGLIEDER DES WISSENSCHAFLICHEN BEIRATES

Dr. Agnès Arp
Dr. Sébastien Bertrand-Souville
Dr. Andreas Braune
Prof. Dr. Johann Chapoutot
Prof. Dr. Michael Dreyer
Ralf Finke
Prof. Dr. Etienne François
Jean-Marie Génard
Dr. Nora Hilgert
Bernd Karwen
Prof. Dr. Yvonne Kleinmann
Prof. Dr. Thomas Kroll
Prof. Dr. Dirk van Laak
Prof. Dr. Matthias Middell
Julia Miehe
Prof. Dr. Pierre Monnet
Dr. Philipp Neumann-Thein
Prof. Dr. Armin Owzar
Dr. Nicolas Patin
Prof. Dr. Susanne Rau
Dr. Jens Riederer
Dr. Maren Röger
Dr. Alf Rößner
Dr. Marc Sagnol
Kai Sauer
Dr. Thomas Serrier
Dr. Justus H. Ulbricht
Dr. Alice Volkwein
Dr. Katarzyna Woniak

MITGLIEDER DES ERWEITERTEN BEIRATES