ERWEITERTER BEIRAT

Dr. Nicolas Beaupré

Dr. Nicolas Beaupré studierte an den Universitäten von Nancy, Lille und Nanterre. Vier Jahre lang war er auch Doktorand bzw. Post-Doktorand am Centre Marc Bloch in Berlin.
Zur Zeit lehrt er moderne und neuere Geschichte als maître de conférences an der Universität Blaise Pascal in Clermont-Ferrand (Frankreich). Er ist auch Mitglied des ‘Institut universitaire de France’ und des Vorstands des Forschungszentrum des ‘Historial de la Grande Guerre’ in Péronne. Er arbeitet vorwiegend über französische und deutsche Geschichte im Zwangisten Jahrhundert und vor allem über den Ersten Weltkrieg und dessen Folgen. 2002 hat er eine Dissertation über die Frontdichter und-schriftsteller des Ersten Weltkrieg verteidigt, die unter dem Titel Ecrire en guerre, écrire la guerre. France-Allemagne 1914-1920 (Paris 2006) erschienen ist. Dieses Buch wurde mit drei Preisen ausgezeichnet. Ausserdem ist er auch Autor von Le Rhin. Une géohistoire (Paris 2005) und von Das Trauma des Krieges (1918-1932/33). Deutsch-französische Geschichte Band VIII (Darmstadt 2009). 2013 Auszeichnung mit dem Deutsch-Französischen Parlamentspreis.

Dr. Francis Chevrier

Francis Chevrier erforscht das Essen. 2002 hat er in Tours das Institut für Geschichte und Kultur der Ernährung gegründet, das IEHCA. Mittlerweile hat er ein riesiges Netzwerk aufgebaut: 350 Forscher arbeiten für sein Institut. Francis Chevrier gibt die wissenschaftliche Zeitschrift „Food and History“ heraus und betreibt die erste Ernährungsorientierte Forschungsbibliothek Europas. All das ist entstanden, weil der studierte Jurist (Straßburg und La Sorbonne - Promotion im Bereich Wirtschaftswissenschaft in Oxford) 1998 den Auftrag für ein Festival in Blois bekommen hatte. Chevrier gründete die Rendez-vous de l’Histoire de Blois, die seitdem jedes Jahr zahlreiche Historiker zusammenbringen. Übrigens beschäftigte sich die zweite Ausgabe mit dem Thema Ernährung in der Geschichte. Für Francis Chevrier steht fest: "La cuisine est un patrimoine".

Prof. Dr. Etienne François

Étienne François ist ein deutsch-französischer Historiker. Er studierte seit
1964 Geschichte an der École normale supérieure in Paris und erhielt 1968 seine Agrégation. 1974 promovierte er an der Universität Paris X.
Anschließend war er von 1970 bis 1979 Assistent an der Universität Nancy II, bevor er im Auftrag des französischen Außenministeriums bis 1986 die Mission Historique Française en Allemagne (MHFA) in Göttingen leitete. In diesem Jahr habilitierte er sich auch an der Universität Straßburg. Anschließend lehrte er bis 1989 in Nancy, danach bis zu seiner Emeritierung 2003 an der Pariser Sorbonne. Von 1999 bis 2006 war er Professor für Geschichte am Frankreichzentrum der TU, anschließend am Frankreichzentrum der FU Berlin und Angehöriger des Friedrich-Meinecke-Instituts. Am 14. Juli 2008 hielt er dort seine letzte Vorlesung. Zudem ist Étienne François Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Er wirkt gleichermaßen auf dem Gebiet der französischen und der deutschen Sozial- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit. Eine Hauptrolle in seiner Forschung spielt die Untersuchung nationaler und kultureller Mentalitäten in ihrem historischen Wandel, auch in transkultureller Perspektive, so vor allem in Hinsicht der deutsch-französischen Geschichte.

Prof. Dr. Jerzy Kochanowski (*1960)

Jerzy Kochanowski ist seit 2005 Professor an der Universität Warschau und an verschiedenen internationalen Forschungsprojekten beteiligt. So war er u.a. Mitkoordinator des Projektes "Schleichwege. Inoffizielle Kontakte sozialistischer Staatsbürger 1956 - 1989. Zwischen transnationaler Alltagsgeschichte und Kulturtranfer" (Universität Jena), und beteiligt an den Projekten "The Impact of National Socialist and Fascist Rule on Europe" (European Science Foundation), "Die Geschichte der Deutschen in Polen 1945 - 1959" und "Autoritäre Regime Ostmittel- und Südosteuropas 1918 - 1944 (Universität Mainz). Kochanowski war 2007 Gastprofessor an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Von 2000 bis 2005 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau. Jerzy Kochanowski wurde 1991 promoviert und 2001 habilitiert. Er studierte am Historischen Institut der Universität Warschau.

Prof. Dr. Claudia Kraft (*1968)

Prof. Dr. Claudia Kraft, 1968 in Bad Nauheim geboren, studierte von 1988 bis 1994 in Gießen, Tübingen, Mainz und Marburg Osteuropäische Geschichte, Politikwissenschaften und Slawistik. Nach ihrem Magister an der Philipps-Universität Marburg führte sie ihr Weg nach Warschau. Von 1995-1996 war sie in der polnischen Hauptstadt Stipendiatin des Deutschen Historischen Instituts. Danach arbeitete sie bis 1999 an einer deutsch-polnischen Quellenedition zur Vertreibung und Zwangsaussiedlung der Deutschen aus Polen mit. Nächste Station war Leipzig. Für ein Jahr war sie in Sachsen Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. 

Nach ihrer Promotion 2001 ("Europa im Blick der polnischen Juristen. Rechtsordnung und juristische Profession im Spannungsfeld zwischen Nation und Europa, 1918-1939") war Claudia Kraft als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Institut in Warschau tätig. Nach einem Jahr (2004-2005) an der Ruhr-Universität Bochum als Akademische Rätin kam sie nach Erfurt.Von April 2005 bis 2011 lehrte sie an der Universität Erfurt als Professorin Geschichte Ostmitteleuropas. Seit 2011 hat sie eine Professur für Europäische Zeitgeschichte an der Universität Siegen inne. 2007 wurde ihr der Jabłonowski-Preis der Societas Jablonoviana für herausragende Leistungen bei der Erforschung und Popularisierung der polnischen Geschichte in Deutschland verliehen.

Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix

Seit 2008 ist Hélène Miard-Delacroix Professorin für neueste Geschichte/Deutschlandstudien an der Universität La Sorbonne - Paris IV.
Während ihres Studiums in der École Normale Supérieure von Fontenay aux Roses bekam sie 1983 ihre „Agregation“ in Germanistik. Anschließend studierte sie internationale Beziehungen in Sciences Politiques in Paris und erwarb im Jahre 1985 das Diplom an der Ecole Nationale Supérieure. 1989 absolvierte sie ihre Promotion in der Universität La Sorbonne. 
Zwischen 1988 und 2003 hat sie nacheinander an der Universität Paris I, der Universität Francois Rabelais in Tours, Sciences Politiques Paris und der Sorbonne unterrichtet. Als Professorin an der Universität La Sorbonne - Paris IV lehrt sie deutsche Geschichte und Politik. Zwischen 2004 und 2008 war sie Professorin an der Ecole Normale Supérieure Lettres et Sciences Humaines in Lyon. Außerdem ist sie Beraterin in verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen Deutschlands (u.a. Institut für Zeitgeschichte, Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Willy-Brandt-Stiftung und Deutsches Historisches Institut Paris).

Dr. Alf Rößner

Was verbindet Weimar und Windhoek in Namibia? Dr. Alf Rößner hat es herausgefunden. Nach Forschungs- und Arbeitsaufenthalten (1993 und 1996) hatte er die historischen Kontakte zwischen deutscher "Klassik und Kolonie" aufgedeckt. Danach ist Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach (1818-1901) Mäzen sowohl der Kunst, Wissenschaft und Literatur als auch Schirmherr des christlich-zivilisatorisch motivierten Kolonialgedankens. Rößner arbeitet heute als Leiter des Stadtmuseums Weimar im Bertuchhaus. In Weimar hatte er studiert - von 1987 bis 1992 Bauingenieurwesen, danach Denkmalpflege in Bamberg und Coburg (1992 bis 1993). Im Jahre 1994 erhielt Alf Rößner ein Promotionsstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung und arbeitete danach für fünf Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Denkmalpflege der Bauhaus-Universität Weimar. 1999 wurde er an der Fakultät Architektur der Bauhaus-Universität Weimar über das Thema „Weimar um 1900. Stadtbild und genius loci“ promoviert. Er war auch 2000 bis 2001 wissenschaftlicher Volontär im Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege in Erfurt. Bevor er Leiter des Stadtmuseums Weimar wurde, war er Kurator von Sonderausstellungen. 2005 erhielt er sein Zertifikat als lizenzierter Stadtführer in Weimar. Rößner hat zahlreiche Publikationen zur Thüringer Denkmalpflege sowie zur Weimarer Stadt-, Bau- und Kunstgeschichte veröffentlicht. Zudem ist er Mitautor der „Denkmaltopographie der Stadt Weimar“. Er ist Vorstandmitglied im Freundeskreis des Goethe-Nationalmuseums Weimar sowie Mitglied im Freundeskreis des Stadtmuseums Weimar und auch verantwortlicher Redakteur der „Weimarer Schriften“.

Titularbotschafter Wojciec Wieckowski

 

 

 

MITGLIEDER DES WISSENSCHAFLICHEN BEIRATES

MITGLIEDER DES ERWEITERTEN BEIRATES

Dr. Nicolas Beaupré
Dr. Francis Chevrier
Prof. Dr. Etienne François
Prof. Dr. Jerzy Kochanowski
Prof. Dr. Claudia Kraft
Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix
Dr. Alf Rößner
Titularbotschafter Wojciec Wieckowski