SAMSTAG 11. NOV 2017

Podium
11 Uhr | Stadtmuseum Weimar
in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und dem Weimarer Repubik e.V.

„BUBIKOPF UND KURZE RÖCKE“
FRAUENRECHTE VON DER WEIMARER VERFASSUNG BIS HEUTE

Dr. Jürgen Frölich (Gummersbach), Prof. Dr. Christiane Kuller (Erfurt angefragt),
Jan Fleischhauer (München), Katrin Christ-Eisenwinder (Erfurt)
Moderation: NN

Es war die Weimarer Republik, die das lang ersehnte Frauenwahlrecht brachte. Aber trotz dieses Erfolges folgten keine rosigen Zeiten für die Frauenbewegung. Der Nachwuchs blieb aus und die Gesellschaft driftete immer stärker in Richtung Diktatur. Tatsächlich nahmen im Januar 1919 fast 90 Prozent der Wählerinnen an den Wahlen teil, weitaus mehr als bei entsprechenden Wahlen im internationalen Vergleich. Als am 6. Februar 1919 die verfassungsgebende Versammlung in Weimar eröffnet wurde, waren daher beinahe 10 Prozent der Abgeordneten Frauen. Es war eine parlamentarische Erfolgsgeschichte und doch fällt die Bilanz der politischen Frauenarbeit in der Weimarer Republik eher unbefriedigend aus. Die Konzentration der Parlamentarierinnen auf Frauenthemen führte dazu, dass die Debatten abfällig als "Weiberkram" bezeichnet wurden. Zudem war es für Frauen insbesondere in den bürgerlichen Parteien schwierig, bei Reichstags-, Landtags- und Gemeindewahlen einen sicheren Listenplatz zu ergattern.
In der anschließenden Diskussion wird die Frage erörtert, wie Gleichstellung im 21. Jahrhundert auszusehen hat. Bisher galt die Formel "Feminismus versus Gleichberechtigung" oder stellen wir in Zukunft das Konzept der Zweigeschlechtlichkeit fundamental in Frage?

 

Podium
12 Uhr | Eckermann Buchhandlung Weimar

AFRIKA UND EUROPA
BEGEGNUNGEN AUF AUGENHÖHE?

Prof. Dr. Winfried Speitkamp (Weimar), NN
Moderation: Prof. Dr. Dirk van Laak (Leipzig)

Kaum eine Weltregion ist in den letzten 150 Jahren von Europäern derart stark beeinflusst worden wie der südlich gelegene Kontinent. Wenn von den fatalen Folgen des Kolonialismus die Rede ist, liegen vor allem Beispiele aus Afrika nahe. Selbst wenn vom "subsaharischen Afrika“ gesprochen wird, zeugt dies von einer geringen Bereitschaft zur Differenzierung. Denn Afrika ist mindestens so vielgestaltig wie Europa, und man könnte längst auf anderen Ebenen miteinander reden als auf der von Klischees. Aber ist es umgekehrt anders? Ist nicht auch Europa für viele Afrikaner zu einer undifferenzierten Projektionsfläche für unterschiedliche Hoffnungen geworden? Geschichte und Gegenwart des „eurafrikanischen“ Verhältnisses sollen in dem Panel, natürlich auf Augenhöhe, problematisiert und diskutiert werden.

 

Podium
14 Uhr | Eckermann Buchhandlung Weimar

FREUNDSCHAFT 2.0?
UNSERE BEZIEHUNGEN AUF DEM DIGITALEN PRÜFSTAND

Peter Stawowy (Dresden), Dr. Björn Vedder (München)
Moderation: Dr. Nora Hilgert (Frankfurt/Main)

„Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt“sang Heinz Rühmann 1930 von der Leinwand herunter. Doch was heißt Freundschaft eigentlich? Freundschaft ist u.a. ein individueller Beziehungsstatus zwischen zwei oder mehr Menschen, der sich auch auf soziale Gruppen, ja sogar Länder beziehen lässt. Der Status ist dabei veränderlich und nicht selten von außen beeinflussbar. Ein Einflussfaktor, so könnte vermutet werden, sind heutzutage die raumgreifenden sozialen Netzwerke im Internet mit ihren mannigfaltigen Freundschaftsbekundungen. Aber verändern sie unsere Freundschaften und den Wert, den wir ihnen im Einzelnen beimessen? Werden wir im Umgang miteinander oberflächlicher oder eröffnet uns die hochgradig vernetzte Welt die Chance, mehr denn je über unseren Tellerrand hinauszublicken?

 

FREITAG 10.11. NOV
SAMSTAG 11.11. NOV
SONNTAG 12.11. NOV