BOTSCHAFTER IN WEIMARS INNENSTADT

Die Kooperation des Rendez-vous mit der Geschichte mit den Weimarer "Innenstadt-Botschaftern" geht 2017 in ihr drittes Jahr. Nach überaus spannenden, aufschlussreichen und inspirierenden Veranstaltungen und Begegnungen in den vergangenen zwei Jahren laden auch in diesem Jahr wieder Weimarer Einzelhändler und Kunstschaffende die Besucher des Festivals ein, sich in einem anderen - vielleicht überraschenden - Umfeld mit dem Festivalmotto "Auf Augenhöhe?! - Beziehungsgeschichte(n)" auseinanderzusetzen.

Auf Augenhöhe mit Stéphane Hessel?
Der Weimarer Künstler Dennis Klostermann präsentiert seine Grafiken zum Festivalthema zwischen dem 6. und 12. November 2017 bei all unseren „Botschaftern“ in der Innenstadt.

Schmuck und Design (Frauenplan 7),Teeboutique und Delikates (Windischenstr. 23), Nane Adam (Rittergasse 1), Uhrsprung (Schillerstr. 14), Lebensart am Palais (Marktstr. 22), Galerie „unartig“ (Windischenstr. 15), Matz&Murkel (Windischenstr. 25), Café du Jardin (Jakobstr. 10)

gesamter Festivalzeitraum | Dennis Klostermann

Auf Augenhöhe mit Stéphane Hessel?
Der Weimarer Künstler Dennis Klostermann präsentiert seine Grafiken zum Festivalthema zwischen dem 6. und 12. November 2017 bei all unseren „Botschaftern“ in der Innenstadt.

Dennis Klostermann – "Vom Leben gezeichnet!",

Es gibt Dinge, die sind eben so wie sie sind, aus sich selbst heraus, der Golfstrom, der den immer gleichen Weg nimmt, die Erde, die irgendwann in die Sonne rasen wird und der Weimarer Künstler Dennis Klostermann, der diese misslaunigen Männer zeichnet.
Klostermann zeichnet und zeichnet und zeichnet. Dabei trinkt er immer noch „seinen“ Kaffee. Leute, die ihn länger kennen, bekommen einen verklärten Blick und berichten, dass er das schon immer macht, früher kleine Männchen (Männeln) heute grössere Männer. Noch immer Typen, die man nicht unbedingt kennenlernen möchte oder in seiner Familie oder im Freundeskreis wieder finden möchte. Gebrochene zwielichtige Typen, vom Leben gebeutelt, von Klostermann gezeichnet.
Wo sind die Frauen? Eine immer wieder gern gestellte Frage. Noch ist da eine gewisse Ehrfurcht, oder eine unverständliche Scheu, aber es ist nur eine Frage der Zeit, wann die erste grimmige Frau von der Leinwand herunterschaut!

Es fängt immer mit einer Zeichnung an, einem Oval, ein paar Strichen, etwas Abstraktem, das immer mehr zu einer Figur wird, das immer konkreter wird. Da ist eine Nase, Lippen, Haare und vorallem sind da die Augen der Figuren, die dich von den meisten Bildern direkt ansehen. Blicke, die dich fragen, die dir Vorwürfe machen oder dich auf das Glatteis führen wollen. Es gibt diesen magischen Moment bei einer Zeichnung, an der sich die Figur mit Leben füllt, es ist der Moment, in dem man die Pupillen der Augen zeichnet, der Moment in dem es sich entscheidet, ob die Figur mich anschaut oder nicht, ob sie etwas von einem wissen will oder nicht. Das hört sich ein wenig nach Frankensteins Labor an und der Vergleich mit Klostermanns Kunst hinkt hier nicht. Es sind oft düstere Welten, die Klostermann präsentiert. Diese entstehen am Computer, wo er Schicht über Schicht legt, wischt, freistellt, weichzeichnet und schärft.

Geblieben ist auch sein Hang zu vermeindlich albernen Themen, wie Vampiren und Superhelden, oder auch kleinen Wortspielen, hinter denen sich aber die eine oder andere bittere Wahrheit verbergen kann.manchmal interpretetiert er auch alte vertraute Geschichten neu, Klostermann versucht immer mit seinen Bildern kleine Geschichten zu erzählen, „One Shot Comics“ wie er es nennt und die sich mehrerererer Bedeutungsebenen bedienen. Für eigene Interpretationen bleibt aber genug Raum, den der Betrachter füllen soll und darf.

Seien Sie also vorsichtig, vielleicht spricht sie das eine oder andere Bild an.....

Mit freundlichen Grüssen
Dennis Klostermann

 

Dennis Klostermann (geb1969), Diplom Designer nach einem Studium an der Burg Giebichenstein Halle/Saale und seit 2002 Designer, Illustrator und Grafiker, Fahrradkurier, DJ, Moderator u.v.a.m.
Er ist Dozent an der Mal – und Zeichenschule Weimar, der VHS Weimar (Portraitzeichnen) und der Bauhaus Universität, hat eine eigene Radioshow, "Camera Obscura" bei Radio LOTTE Weimar und kuratiert die Sommergalerie Weimar.
www.klostermann-design.blogspot.de

Freitag 10 - 18 Uhr & Samstag 10 - 14 Uhr | Teeboutique und Delikates

AUGENSCHEINLICH SICHTKONTAKT

Frische, fair gehandelte Produkte, werden für viele Verbraucher immer wichtiger. Die asiatische Jack-Frucht zum Beispiel, die in ihrer Heimat schon seit jeher zu einem wichtigen Grundnahrungsmittel gehört und wegen ihrer fleischähnlichen Verarbeitungsmöglichkeiten besonders in Thailand und Sri Lanka geschätzt wird, ist in Deutschland bis jetzt nur in konservierter Form zu bekommen. Nun gibt es den Versuch einer direkten Vermarktung der frischen Frucht in Kooperation mit den thailändischen Anbaubetrieben, über den man sich in der Teeboutique informieren kann.

 

Freitag 10 - 18 Uhr & Samstag 10 - 16 Uhr | Nane Adam

BEZIEHUNG-S-WEISE

Die Schmuckdesignerin Nane Adam hat sich auf die Mokume Gane Trauringe spezialisiert, die nach alter japanischer Tradition aus Metallblöcken geschmiedet werden. Diese aus einem Stück gefertigten Ringe haben keine Musterunterbrechung und symbolisieren so Unendlichkeit. Jedes Trauringpaar ist ein Unikat, bei dem jeder Ring in seiner Maserung und Metallverbindung dem anderen ähnlich ist; beide sind als Paar erkennbar – so wie in der Liebe selbst.

 

Freitag 10 - 18 Uhr & Samstag 10 - 14 Uhr | LebensArt am Palais

IM AUGEN-BLICK

Künstler der Lebenshilfe-Werk Weimar/ Apolda e.V., die zum Thema des Festivals gearbeitet haben, stellen ihre Werke vor.

 

geöffnet Freitag 12 - 21 Uhr,
Samstag 10 - 21 Uhr & Sonntag 10 - 18 Uhr | Café du Jardin

GENIESSER-GESCHICHTE(N)

Wie kommt die Burgundertraube nach Weimar? Diese und andere Fragen werden beantwortet, wenn es um Weimarer Wein geht.

Samstag, 18 Uhr: Weinverkostung mit Weimarer Wein

 

Gesamter Festivalzeitraum | Galerie "unartig"

"L'ART DE PASSAGE"

Pariser Passagen fotografiert von Marc Sagnol

Die Ausstellung mit Schwarzweiß-Fotografien, inspiriert von Romanen von Balzac, Zola, Aragon und natürlich von Walter Benjamins „Passagenwerk“, führt in die verzauberte Welt dieser Zufluchtsstätten ein, jener revolutionären und traumhaften Erfindungen des Paris des beginnenden 19. Jahrhunderts, die dem Umherschlendern, der Mode und der Poesie der großen Stadt gewidmet sind.

Samstag, 15 Uhr: Buchpräsentation des Romans von Ulrich Schacht, „Notre Dame“ (Aufbau, 2017), und Gespräch mit Dr. Marc Sagnol (Erfurt)

 

 

MITTWOCH 8. NOV
DONNERSTAG 9. NOV
FREITAG 10. NOV
SAMSTAG 11. NOV
SONNTAG 12. NOV

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