FREITAG 10. NOV 2017

Film
14 Uhr | Kino mon ami
in Kooperation mit dem Weimarer Republik e.V.

WEGE ZU KRAFT UND SCHÖNHEIT

D 1925, 104 min
Regie: Wilhelm Prager. Mit: Leni Riefenstahl, La Jana, Johnny Weissmuller, Kitty Cauer, Jack Dempsey, Jenny Hasselqvist u.a.

mit einer Einführung von Dr. Jens Riederer (Weimar)

Basierend auf der Massensport- und Körperkultur-Bewegung der 1920er Jahre propagiert der Film die körperliche Ertüchtigung und zeigt in stilisierten Stummfilmszenen Körperpflege, Gymnastik, Sport und Tanz sowie nackt posierende Sportler vor antiker Kulisse. Der vollkommene Körper wird zum Gegenstand kultischer Verehrung, Körperertüchtigung zum Mittel gesundheitlicher Vorsorge und nationalen Strebens. „Wege zu Kraft und Schönheit“ ist eine der ersten abendfüllenden Produktionen der UFA-Kulturfilmabteilung, die zur Erziehung der Bevölkerung ab 1918 kulturelle und gesellschaftsrelevant eingestufte Themen mit dem zwischen Dokumentar- und Spielfilm pendelnden Genre des Kulturfilms thematisierte.

 

Stadtrundgang
carte blanche Weimarer Republik e.V.
in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen
15 Uhr | Treffpunkt: Kassen-Foyer des Deutschen Nationaltheaters Weimar
Dauer ca. 90 Minuten

DIE WEIMARER REPUBLIK.
SPURENSUCHE AM GEBURTSORT DER ERSTEN DEUTSCHEN DEMOKRATIE

Ein öffentlicher Stadtrundgang mit Schauspielern an Weimarer Originalschauplätzen
u.a. mit Klaus Heydenbluth (Nordhausen), Heike Meyer (Weimar), Katrin Heinke (Erfurt), Fernando Blumenthal (Erfurt) und Gunthart Hellwig (Erfurt)

In Weimar tagte im Jahr 1919 die Nationalversammlung, um die erste deutsche Republik offiziell zu gründen und ihr eine Verfassung zu geben. Die Rahmenbedingungen dafür waren nach dem Ersten Weltkrieg ungünstig. Kein Wunder, dass das Geschehen in Weimar und außerhalb sehr unterschiedlich bewertet wurde. Der Stadtrundgang gibt einen Eindruck von der Zerrissenheit der damaligen Zeit und vom bleibenden Werk, das 1919 in Weimar geschaffen wurde.

Am 10.11. ab 10 Uhr wird dieser Stadtrundgang speziell für Schulkassen ab Klassenstufe 8 angeboten. Anmeldung unter Markus Hünniger, huenniger@weimarer-republik.net, Tel. (03643) 827-571 od. 572

Vortrag
carte blanche Weimarer Republik e.V.
in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung

16 Uhr | Stadtmuseum Weimar

BINDUNG NACH WESTEN, VERSTÄNDIGUNG NACH OSTEN –
DIE AUSSENPOLITIK DER JUNGEN BRD

Dr. Hans Peter Mensing (Bad Honnef)
die anschließende Diskussion moderiert Prof. Dr. Torsten Oppelland (Jena)

Heute, so scheint es, ist die Zugehörigkeit eines geeinten Deutschlands zu den westlichen Demokratien und seine Mitgliedschaften in der Europäischen Union und der NATO eine Selbstverständlichkeit. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs, vor rund 70 Jahren, war diese Entwicklung jedoch keineswegs vorgezeichnet. In einer außenpolitisch höchst angespannten Situation musste die neu gegründete Bundesrepublik unter der Regierung Adenauer eine Position gegenüber den konkurrierenden Systemen im Osten und Westen und nicht zuletzt der DDR finden. Dabei verband Konrad Adenauer als erster deutscher Kanzler ein klares Bekenntnis zu den Werten des Westens mit einer konsequenten Westintegration. Das Verhältnis zu den Staaten im Osten war hingegen durch klare Abgrenzung, aber auch von Momenten der Verständigung geprägt.

Lesung und Diskussion
18 Uhr | Notenbank

E R Ö F F N U N G S V E R A N S T A L T U N G

SCHÖN BUNT?
ÜBER DIE (UN)MÖGLICHKEITEN VON VIELFALT

Diskussion mit Carsten Schneider (Berlin, angefragt), NN
Moderation: Ralf Finke (Weimar)
Benno Fürmann liest Texte von Voltaire, Diderot, Lessing, Herder und Eribon

Ausgehend vom diesjährigen Festivalmotto „Auf Augenhöhe?! Beziehungsgeschichte(n)“ spüren wir französischen und deutschen Ideen aus der Zeit der Aufklärung nach, die der Schauspieler Benno Fürmann für uns lebendig werden lässt. Auf der Basis dieser historischen Texte debattieren französische und deutsche Experten auf dem Podium über die heutige Gesellschaft, über Toleranz und Vielfalt. Welche Wert- und Handlungsmaßstäbe setzen wir an, wenn „schöne bunte“ Vielfalt das Erstrebenswerte ist? Wie wird diese Pluralität in Umbruchzeiten, wie der unsrigen, aufrechterhalten und gelebt? Der Blick zurück in unsere eigene Geschichte vermag zweifellos das Verständnis für unsere Gegenwart zu schärfen; vielleicht setzt er sogar Impulse für die Zukunft?

Musikalischer Abend
20 Uhr | Notenbank Weimar

BÉRANGÈRE PALIX "CLINS D'OEIL"
EIN NICHT GANZ ERNST GEMEINTER (MUSIKALISCHER) BLICK AUF DIE DEUTSCH-FRANZÖSISCHEN BEZIEHUNGEN

mit Bérangère Palix (Gesang) und Thibault Falk (Jazzpiano)


Die französische Sängerin und Wahlberlinerin Bérangère Palix ist zu einer der wichtigsten Vertreterinnen des französischen Chansons hierzulande geworden.
Mit ihrem tragikomischen Talent versteht sie es, ihre Lieder – ob die eigenen oder die bekannten von Piaf, Brel oder Gréco – wunderbar in Szene zu setzen. Sie schlüpft in verschiedene Rollen, erzählt Kurzgeschichten und macht so dem Publikum den Inhalt ihrer Chansons zugänglich, von denen sie einige auch auf Deutsch singt.
In ihrem Programm „Clins d´oeil“ nimmt sie deutsche und französische Eigenheiten aufs Korn. Als Französin im „frei gewählten Exil“ hat sie einige „Kulturschocks“ überstanden, die sie in ihren Chansons verarbeitet hat, wie z. B. ihren ersten (und letzten) Sauna-Besuch, ihre Begegnung mit dem deutschen Geburtstagstisch oder mit dem Hype um den deutschen Spargel. Sie lässt den Zauber des Mikroskomos' namens Kleingartenkolonie entstehen und beschäftigt sich mit existentiellen Fragen wie: Ist das Leben als Stoppknopf in einem Fahrstuhl nicht langweilig? Warum küssen sich die Franzosen ständig auf die Wangen? Wäre das Leben mit Bedienungsanleitung nicht einfacher?

 

HINWEIS:
Vortragsreihe der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
20 Uhr | Tourist-Information Weimar

 

Vortrag von Prof. Dr. Johann Chapoutot (Paris) zum Thema "Nationalismus und Rassismus. Ideologie und Verbrechen im Kontext"

 

 

MITTWOCH 8. NOV
DONNERSTAG 9. NOV
FREITAG 10. NOV
SAMSTAG 11. NOV
SONNTAG 12. NOV

#WORKSHOPS
#BOTSCHAFTER IN WEIMARS INNENSTADT