FREITAG, 25 NOV 2016

MIT EINEM KLICK AUF DIE EINZELNEN VERANSTALTUNGEN ERFAHREN SIE MEHR.

14 Uhr | Stadtmuseum Weimar
Gespräch
carte blanche Verein Weimarer Republik e.V.
in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V.


DIE WEIMARER REPUBLIK ALS EPOCHE DER KLASSISCHEN MODERNE - ZWISCHEN FORTSCHRITT UND WERTEVERLUST

Dr. Michael Makropoulos (Berlin), Dr. Justus H. Ulbricht (Dresden)

Die Weimarer Zeit gilt als Epoche der klassischen Moderne, in der sich die Gesellschaft, befreit von den Zwängen des Kaiserreichs, neuen Ideen zuwenden konnte. Die Zeitgenossen erlebten eine Phase der Technisierung, Rationalisierung und Beschleunigung. Der Durchbruch neuer Technologien und Medien weckte die Hoffnung auf eine glorreiche Zukunft. Seit der Jahrhundertwende traten aber auch vermehrt Schattenseiten der fortschreitenden Moderne hervor: die Entwurzelung des Menschen und die Entfernung von traditionellen Werten. Gleichzeitig versuchte man, andere Modelle zu entwerfen, die heute noch nachwirken. Nicht zuletzt aus diesem ambivalenten Verhältnis zur Moderne beziehen die Weimarer Jahre ihre Aktualität.

16 Uhr | Treffpunkt: Kassen-Foyer des Deutschen Nationaltheaters Weimar
Stadtrundgang
carte blanche Verein Weimarer Republik e.V.
in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen

DIE WEIMARER REPUBLIK.
SPURENSUCHE AM GEBURTSORT DER ERSTEN DEUTSCHEN DEMOKRATIE

Dauer ca. 90 Minuten

Ein öffentlicher Stadtrundgang mit Schauspielern an Weimarer Originalschauplätzen u.a. mit Klaus Heydenbluth (Nordhausen), Heike Meyer (Weimar), Katrin Heinke (Erfurt), Fernando Blumenthal (Erfurt) und Gunthart Hellwig (Erfurt)

In Weimar tagte im Jahr 1919 die Nationalversammlung, um die erste deutsche Republik offiziell zu gründen und ihr eine Verfassung zu geben. Die Rahmenbedingungen dafür waren nach dem Ersten Weltkrieg ungünstig. Kein Wunder, dass das Geschehen in Weimar und außerhalb sehr unterschiedlich bewertet wurde. Der Stadtrundgang gibt einen Eindruck von der Zerrissenheit der damaligen Zeit und vom bleibenden Werk, das 1919 in Weimar geschaffen wurde.

Am 25.11. ab 10 Uhr wird dieser Stadtrundgang speziell für Schulkassen ab Klassenstufe 8 angeboten. Anmeldung unter Markus Hünniger, huenniger@weimarer-republik.net, Tel. (03643) 827-571 od. 572

E R Ö F F N U N G S V E R A N S T A L T U N G

18 Uhr | Notenbank Weimar
Lesung + Diskussion
in Kooperation mit dem Verein Weimarer Republik e.V.

JUTTA HOFFMANN LIEST HANS FALLADA
"KLEINER MANN - WAS NUN?"

Jutta Hoffmann, Foto: Joachim Gern

Diskussion mit Prof. Dr. Michael Dreyer (Jena), Prof. Dr. Johann Chapoutot (Paris)
Moderation: Fritz von Klinggräff (Genf)

Ich weiss am besten, was das wert ist”, denkt sich Johannes Pinneberg, der kleine Angestellte im Räderwerk der zerfallenden Weimarer Republik. Das Vertrauen in die Welt hat er schon mit der Muttermilch verloren und sein letzter Glaube hängt am Geld, das er nicht hat. Doch selbst dies verliert zusehends an Wert …
Jutta Hoffmann wird uns mit ihrer Lektüre aus Hans Falladas “Kleiner Mann - was nun?” ins Berlin der späten Zwanziger entführen: Zwischen Kommunismus und Gaunermoral, frühem McKinseyanismus und Freikörperkultur sucht eine Welt nach Halt.
Im Podiumsgespräch loten wir dabei auch die Gleichzeitigkeit des Ungleichen aus: Wieviel 1930 steckt in 2016?

20 Uhr | Notenbank Weimar
Musikalischer Abend
in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin, Filiale Leipzig

PERLEN, PELZE UND PIROGGEN
KAROLINA TRYBAŁA SINGT LIEDER DER 20ER AUS FRANKREICH, DEUTSCHLAND UND POLEN


Die studierte Jazzmusikerin aus Polen begibt sich auf die Spurensuche in das Europa der Zwanziger Jahre, in dem die Kultur blüht und das kosmopolitisch und vielseitig wie nie zuvor ist. Trotz der düsteren Schatten ist es für die Künstler eine Ära des Aufbruchs, voller Hoffnung und Vitalität, europäisch, freizügig, frech und ungeheuer kreativ. Mit Witz, Lust und Tiefe zelebriert Karolina Trybała das Alte und kreiert zugleich ihre leidenschaftlichen, unnachahmlichen Adaptionen. Auf Polnisch, Deutsch, Französisch und Jiddisch singt sie Chansons und Schlager, die in den Salons und Kabaretts von Lemberg, Warschau, Berlin und Paris gesungen wurden – von Tangos von Jerzy Petersburki‚ über Klezmerklassiker und Swing aus der Feder Django Reinhards bis zu polnischen Volksliedern.

 

FREITAG, 25 NOV
SAMSTAG, 26 NOV

SONNTAG, 27 NOV

WORKSHOPS
AUSSTELLUNG
POETRY SLAM
INNENSTADT "BOTSCHAFTER"