25. - 27. NOV , 10 - 19 Uhr| Eckermann-Buchhandlung Weimar
Ausstellung
in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Gymnasium Weimar und der Amical de Mauthausen y otros campos Villanova

EIN(BLICK) - DER VERGANGENHEIT EINE ZUKUNFT GEBEN
BUCHENWALD IM FOTOGRAFISCHEN BLICK VON JUNGEN SPANIERN UND DEUTSCHEN


STERNE IM WIND | ESTRELLAS AL VIENTO, Foto: Aina (19)

Der Verein zur Erinnerung an „Mauthausen und andere Lager“ aus Villanova in der Nähe von Barcelona hat zum zweiten Mal den Preis Marcel.li Garriga ausgelobt. Junge Spanier fotografieren ehemalige Konzentrationslager wie Mauthausen, Dachau oder auch Buchenwald. Im Rahmen der Partnerschaft mit dem Goethe-Gymnasium Weimar nehmen erstmals Weimarer Schüler an diesem Wettbewerb teil und geben ihren ganz persönlichen, künstlerisch verarbeiteten Blick auf das ehemalige Konzentrationslager auf dem Ettersberg wieder. Eine spanisch-deutsche Jury wählt die 20 besten Fotos aus, die während des Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte ausgestellt werden.

 

EIN(BLICK) - Der Vergangenheit eine Zukunft geben
Buchenwald im fotografischen Blick von jungen Spaniern und Deutschen
Eckermann-Buchhandlung vom 25. bis 27. November 2016, 10 - 19 Uhr
Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte 2016
in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Gymnasium Weimar und der Amical de Mauthausen y otros campos Villanova
gefördert von Stadt Weimar und Freistaat Thüringen

AUSSTELLUNG#PDF

Die vorliegende Ausstellung gibt den (fotografischen) Blick von jungen Spaniern und Deutschen auf ehemalige nationalsozialistische Konzentrationslager wider.
Der Titel der Ausstellung „EIN(BLICK)“ spielt gewollt mit dem Begriff. Handelt es sich hier um Einblicke? Draufsichten? Einsichten? der jeweiligen historischen Orte?
Oder handelt es sich vielleicht um EINEN Blick? Also um eine gemeinsamen Blick? Gibt es vielleicht Unterschiede im Blick des Fotografen je nach seiner Herkunft?

Die Ausstellung geht auf das Engagement des „Vereins für das Gedenken an Mauthausen und andere Lager“ und seinen Präsidenten Enric Garriga zurück. Seit einigen Jahren organisiert dieser Sohn eines ehemaligen Häftlings von Buchenwald Reisen für die Gymnasiasten seiner Heimatstadt Vilanova (bei Barcelona) nach Mauthausen, Dachau und Buchenwald. Auf diesen Reisen machen die jungen Spanier Fotos mit ihrer ganz persönlichen Sicht auf die Orte. Und seit 2 Jahren gibt es den nach seinem Vater benannten Preis für die besten dieser Fotografien, die von einer Jury gekürt und im Eisenbahnmuseum von Vilanova ausgestellt werden.

2016 haben nun erstmals Schüler des Goethe-Gymnasiums Weimar an diesem Wettbewerb teilgenommen und Fotos in Buchenwald gemacht. Eine deutsch-spanische Jury hat die besten Fotos ausgewählt, das bedeutet, die Spanier haben ihre Fotos nach Weimar geschickt und eine deutsche Jury hat die 10 besten Fotos ausgewählt. Und die deutschen Schülerinnen und Schüler haben ihre Fotos nach Vilanova geschickt, wo sie von einer spanischen Jury bewertet wurden. Die so ausgesuchten 20 Fotos bilden die hier gezeigte Ausstellung.

Dabei wurde ganz bewusst entschieden, nur den Vornamen der Fotografen anzugeben sowie sein Alter. Und – wenn der Autor es denn wollte – einen kleinen beschreibenden Text zum Foto hinzuzufügen. Für die Präsentation der Ausstellung sollte nur die Geschichte entscheidend sein, die die Fotos erzählen. Und diese Geschichte ist immer dieselbe: es ist die Geschichte von Deportation und Haft in der Zeit des Nationalsozialismus. Es ist die Geschichte von Schienen, Stacheldraht, von Einsamkeit, von Überlebenswillen und Anonymität, von Überleben und von Erinnern.
Und es spielt keine Rolle, WO das Foto gemacht wurde oder WER es gemacht hat.

Jedesmal wird die Ausstellung anders gehängt werden und jedesmal ist die Geschichte in anderer Form dargestellt. Aber es bleibt immer dieselbe Geschichte, eine europäische Geschichte. Eine gemeinsame europäische Vergangenheit aus der sich eine gemeinsame europäische Verantwortung ergibt.

 

Ausstellungskuratorin Franka Günther, Weimar

 


FREITAG, 25 NOV
SAMSTAG, 26 NOV

SONNTAG, 27 NOV

WORKSHOPS
AUSSTELLUNG
POETRY SLAM
INNENSTADT "BOTSCHAFTER"