VERFÜHRUNG
WIDERSTAND ZWECKLOS?

26.-28. OKT 2018

Das Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte lotet auch in seinem 10. Jahr das Thema in seiner historischen Tiefendimension aus und fragt: Was heißt eigentlich Verführung? Sind es allein sinnliche und kulinarische Genüsse, die uns berauschen und unsere guten Vorsätze oder gar unseren Willen brechen können? Wir Menschen streben historisch wie individuell nach etwas Höherem und geben uns selten mit dem Ist-Zustand zufrieden. In dem Maße, in welchem aber unsere Bedürfnisse unbefriedigt bleiben, wächst unsere Verführbarkeit. Dann werden wir plötzlich hellhörig für anders lautende Ansichten, (politische) Ideen und Angebote. Moderne Populisten bedienen sich noch immer (oder wieder?) einfacher, ja mitunter ideologischer Antworten auf unsere immer komplexer werdenden Probleme einer global vernetzten Welt.
Doch Verführung kennt eine Antwort. Es ist das Verweigern, ja in vielen Fällen sogar der Widerstand. Oft ist es die Stimme des Gewissens, die uns einflüstert, der Verführung nicht nachzugeben. Widerstand kann in der bloßen Zurückweisung einer Idee bestehen, in Ungehorsam, Unangepasstheit oder auch in politischem Widerstand und dem (bewaffneten) Kampf gegen das Unrecht.
Um unsere heutige Zeit mit ihren mannigfaltigen Versuchungen und der allzu großen Notwendigkeit des Widerstehens begreifen zu können, sollten wir unsere Geschichte kennen. 

Dr. Nora Hilgert

 

EHRUNG FÜR UNSERE PROJEKTLEITERIN: FRANKA GÜNTHER ERHIELT DEN BUNDESVERDIENSTORDEN!

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NACHHOLTERMIN:

Podium
6. DEZ |18 UHR | NOTENBANK

"EHRLICH, SO WILLST DU RUMLAUFEN?" MODE UND MANGEL IN DER SPÄTEN DDR UND DER VR POLEN

Dr. Anna Pelka (Regensburg), Klaus Ehrlich (Sylt)
Moderation: Dr. Jens Riederer (Weimar)

Wenn Mode ein Ausdruck von Überfluss ist, wie konnte es sie dann in den Mangelgesellschaften DDR und Polen geben? Es war auch hier die Jugend, die so stark danach verlangte, dass die Herrschenden, um sie nicht ganz an die westliche Mode zu verlieren, nicht umhin konnten, ab Ende der 1960er Jahren eigene Angebote zu unterbreiten. Wurde versucht, eine sozialistische oder DDR-Mode zu entwickeln? Gab es gar vorgegebene Modelinien? Wie stark folgte man doch westlichen Modetrends? Welche Freiheiten im Modeverhalten waren in beiden Ländern möglich? Diese und andere Stilfragen diskutieren der einzige Modefilmer der DDR Klaus Ehrlich und die polnische Kulturhistorikerin Anna Pelka.

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Prof. Dr. Etienne François (Berlin) wird nicht nur auf dem Eröffnungspodium sitzen, sondern auch mit Prof. Dr. Aurore Gaillat (Toulouse, Dr. Bérénice Zunino (Besançon) und Dr. Florian Dierl (Nürnberg) über die Faszination von Gewalt im nationalsozialistischen Deutschland und in Vichy-Frankreich diskutieren.
Samstag, 13 Uhr | Eckermann Buchhandlung Weimar

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Die Podiumsdiskussion mit Klaus Ehrlich und Dr. Anna Pelka über Mode und Mangel in der DDR und der VR Polen am Sonntag, den 28.10.2018 um 13 Uhr in der Eckermann-Buchhandlung, muss wegen Erkrankung der beiden Referenten leider ausfallen.
Wir planen, diese Veranstaltung am 6.12.2018 um 18 Uhr nachzuholen und werden den genauen Ort noch veröffentlichen.

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Prof. Dr. Etienne François (Berlin) wird zur Eröffnung gemeinsam mit der französischen Botschafterin, Anne-Marie Descôtes, Antje Tillmann und Dr. Tim Schanetzky über das Thema "Geld und Macht, wie sexy ist das denn!? Magische Faszination oder manipulative Verbindung" diskutieren.

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# Prof. Dr. Susanne Rau (Erfurt) wurde anläßlich des 55. Jahrestages der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages mit dem renommierten Gay-Lussac-Humboldt-Preis ausgezeichnet.