GEWALTMENSCHEN MENSCHENGEWALT
4.- 6. NOV 2011

SCHIRMHERRSCHAFT
Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D.,
Dr. Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen und
Maurice Gourdault- Montagne, Botschafter der Republik Frankreich

Inspiration des Weimarer Geschichtsfestes ist das erfolgreiche Vorbild der französischen Partnerstadt Blois, die seit über 10 Jahren ein solches Festival veranstaltet. Es geht darum, Fragen von Geschichte und Politik auf höchstem wissenschaftlichen Niveau, aber ohne übertriebenen wissenschaftlichen Jargon, zu verhandeln. Geschichtsbewusstsein soll im öffentlichen Raum vermittelt werden, in der Diskussion zwischen internationalen Experten und interessierten Bürgern – ein Konzept, das auch in Weimar eine dauerhafte Heimstatt finden soll.

Das Thema im 3. Jahr der « Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte » ist:
Gewaltmenschen - Menschengewalt

« Gewalt » ist vielschichtig, komplex – verstörend und faszinierend zugleich. Sie ist historisch, gegenwärtig und zukunftsbedrohlich. « Gewalt » in allen ihren Erscheinungsformen – inklusive Gegengewalt und Gewaltlosigkeit sowie als bewusste Abkehr von traditionellen und immer neuen Gewaltverhältnissen, wird Thema des nächsten Weimarer Geschichtsfestes sein. In einer Zeit, in der sich auf der Südseite des Mittelmeers die Frage nach Gewalt erneut auch als « Geburtshelferin der Geschichte » stellt, erscheint diese Thematik aktueller denn je. Menschen wie Gesellschaften träumen immer vom Frieden – doch zugleich ist Gewalt ein ständiger und anscheinend unvermeidbarer Bestandteil unserer privaten und politischen Verhältnisse. Wieviel Friedfertigkeit muss zur kulturellen Selbstverständlichkeit werden, um weiter existente Gewaltverhältnisse auszuhalten oder eben abzubauen? Hat unsere Gesellschaft diese Chance für die Gegenwart und die Zukunft? Weimars internationales Geschichtsfest wird nicht nur die grausamen Dimensionen der Gewalt in der Geschichte thematisieren, sondern auch nach ihren anthropologischen Ursprüngen und ihrem befreienden Potenzial fragen. In rund 20 Podiumsdiskussionen und Vorträgen werden so beim Weimarer Geschichtsfest Spannungen zwischen Freiheit und Gewalt, Schönheit und Gewalt, «legitimer» und «illegitimer» Gewalt ausgelotet - die Beziehung zwischen Medien und Gewalt, Sprache, Literatur und Gewalt, Gewalt und Versöhnung dargestellt. Der Bogen reicht vom Mittelalter bis ins Jahr 2011 und ist geographisch nicht eingegrenzt. Der Fokus aber liegt primär auf Europa - insbesondere auf den Ländern des Weimarer Dreiecks - und zudem auf Weimar und Thüringen.
Eine Filmreihe und kulturelle Abende ergänzen das Programm.

Berichte vom Rendez-vous 2011
(verfasst von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Master-Seminars M 11: Macht/Gewalt: Theorien und historische Fallstudien im Wintersemester 2011/12 - Univeraität Erfurt / Geschichtswissenschaft)

 

ARCHIV

PROGRAMM PDF 2011

REFERENTEN
Prof. Dr. Jörg Baberowski
Dr. Nicolas Beaupré
Patricia Bobak
Prof. Dr. Hans-Bernd Brosius
Dr. Marc Buggeln
Prof. Dr. Horst Carl
Dr. Johann Chapoutot
Klaus Dalski
Prof. Dr. Klaus Dicke
Dr. Tobias Ebbrecht
Susann Ebert
Ralf Finke
Arnaud François
Annemarie Franke
Markus Frenzel
PD Dr. Claire Gantet
Florian Grafl
Prof. Dr. Hannes Grandits
M.A. Monika Heinemann
Dr. Klaus Hillingmeier
Dr. Izabela Janicka
Dr. Andreas Jantowski
Dr. Wolfgang Jordan
Bernd Karwen
Ekaterina Keding
Prof. Dr. Mario Keßler
Prof. Dr. Tobias Nikolaus Klass
Prof. Pavel Kolář
Prof. Dr. Claudia Kraft
Prof. Dr. Gudrun Krämer
Prof. Dr. Thomas Kroll
Andreas Krüger
Prof. Dr. Anne Kwaschik
Dr. Guillaume Lasconjarias
Dr. Cathy Leblanc
Dr. Daniel Logemann
Prof. Dr. Jürgen Martschukat
Steffi Marung
Dr. Jacek Młynarczyk
Fabien Perrier
Dipl.-Psych. Johannes Pfäfflin
Dr. Michel Pierre
Dr. Gunter Pleuger
Dr. Steffen Prauser
Prof. Dr. Susanne Rau
Sascha Reif
Prof. Dr. Klaus Ries
Prof. Dr. Martin Sabrow
Sylk Schneider
Dr. Daniel Schönpflug
Daria Starcenko
Stephan Stroux
Dr. Justus H. Ulbricht
Prof. Dr. Dirk Van Laak
Prof. Dr. Annette Vowinckel
Prof. Dr. Klaus Weinhauer
Stefan Zabold
Prof. Dr. Michael Zeuske

Projektassistenz: Eric Wallner